Fans des Kultgetränks Spezi fiebern erst auf den Verkauf eines besonderen Fan-Artikels hin. Doch dann folgt die große Enttäuschung.

Am Dienstag (2. Juni) stand für Fans des Getränks Spezi ein besonderes Ereignis an: Um 17 Uhr sollte ein sogenannter „Drop“ eines Trikots der Getränkemarke – also ein zeitlich und mengenmäßig limitierter Verkauf – starten. Nicht einmal eine Stunde dauerte es, bis alle Produkte ausverkauft waren. Doch statt Freude dominieren danach vor allem Ärger und Frustration.

Dem Verkaufstermin war eine wochenlange Kampagne samt exklusivem Event vorausgegangen, um Fans auf das „Community Jersey“, wie es vonseiten des Spezi-Teams genannt wurde, einzustimmen. Doch zum Stichtag der Werbeaktion stürzte die Webseite ab und viele Kunden gingen leer aus. Was war passiert?

Anfang Mai wurde in mehreren Beiträgen das Trikot gezeigt, stets mit dem Hinweis, dass es bald zum Kauf verfügbar sei. Ein Video zeigte etwa die Hände mehrerer Personen, die sich um das Trikot rissen, auf anderen Videos war das Trikot vor bekannten Münchner Schauplätzen – wie der Brudermühlbrücke über die Isar – zu sehen.

Der offizielle Account von Paulaner Spezi wirbt für das „Community Trikot“. (Quelle: Instagram/Screenshot: t-online)

Informationen zu Preis und Verfügbarkeit gab es zunächst nicht. Ende Mai folgte eine Ankündigung: Das Trikot werde zum „exklusiven Community Preis“ für 19,90 Euro verfügbar sein. Im Preis inbegriffen sei eine Personalisierung, also eine Nummer und ein Name nach Wahl auf dem Rücken. Die Blanko-Version kostet demnach 9,90 Euro. Der eigentliche Wert des Produkts soll laut Beitrag höher sein.

Trikot innerhalb kürzester Zeit ausverkauft

Nutzer berichten in den Kommentaren der Instagram-Seite anschließend von ihren Erfahrungen. So war das Trikot am Dienstag nach weniger als einer Stunde restlos ausverkauft. Auch eine Reporterin der Lokalredaktion von t-online hatte erfolglos versucht, ein Trikot zu erwerben. Demnach warteten zahlreiche Nutzer bis zu 30 Minuten in einer virtuellen Warteschlange darauf, zu bezahlen – um dann festzustellen, dass die Produkte bereits vergriffen waren. Wer sein Trikot personalisiert erwarb, konnte Wunschname und -zahl bis Ende des Bezahlvorgangs nicht angeben.

Auf Reddit beschrieb ein Nutzer seine Erfahrung so: „Hab brav um 17.00 Uhr mein Trikot in den Warenkorb gepackt und 10 Minuten Warteschlange ertragen. Beim Eingeben meiner Daten war mein Warenkorb leer und ich konnte nicht weiter. Hab weitere 6 Minuten gewartet und dann aktualisiert und war wieder auf der Startseite.“

„Drop“-Verkaufsmodelle wie bei diesem Spezi-Trikot folgen einem schon öfter verwendeten Marketing-Trick: Das Produkt gibt es nicht eine Saison lang in mehreren Geschäften, sondern zu einem bestimmten Datum und nur, solange der Vorrat reicht. Diese Strategie soll zum Kaufen anregen. Wer das Trikot erwirbt, besitzt ein exklusives Produkt, das andere nicht haben.

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