
„Doppeltes Pech“
Patrone bringt Türkei-Urlauber ins Gefängnis
19.01.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann will in die Türkei reisen. Doch in seinem Gepäck führt er eine 9-Millimeter-Patrone mit sich – die er wohl besser zu Hause gelassen hätte.
Die Bundespolizei hat am Flughafen Köln/Bonn einen 55 Jahre alten Reisenden aufgehalten. Wie die Beamten am Montag mitteilten, wollte der Mann eigentlich in die Türkei zum Urlaub. Aber er verpasste am Ende nicht nur seinen Flug, sondern musste auch noch in Deutschland ins Gefängnis.
Ihre Meldung zu dem Vorfall überschrieben die Beamten mit den Worten: „Patrone im Gepäck bringt doppeltes Pech – Reise endet in der JVA“.
Bei der Gepäckkontrolle hatten die Bundespolizisten am Samstag eine scharfe 9-Millimeter-Patrone entdeckt. Einen Nachweis, dass er die Munition besitzen darf, konnte der Mann nicht vorweisen.
Er habe das Projektil vor drei Monaten vor seiner Tür gefunden, behauptete der 55-Jährige. Als die Beamten wegen des Geschosses ein Verfahren gegen ihn einleiteten, kam es für ihn noch schlimmer: Bei der Personalienüberprüfung kam ein offener Haftbefehl wegen Fahrens ohne Führerschein ans Licht. „Ohne die Auffälligkeit bei der Sicherheitskontrolle wäre dieser vermutlich unentdeckt geblieben“, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei.
Fast 1.000 Euro hätte der 55-Jährige direkt bezahlen müssen, um 30 Tage Haft abzuwenden. Weil er das nicht konnte, nahm sein Trip eine ungeplante Wendung: „Anstelle seines geplanten Fluges führte seine Reise direkt ins Gefängnis“, teilten die Beamten mit. Das Flugzeug in die Türkei hob ohne ihn ab.