
Im Fokus steht nun nicht mehr die Bekämpfung der Krankheit, sondern die Lebensqualität. Die sogenannte palliative Versorgung soll Beschwerden lindern, Schmerzen kontrollieren und dem Alltag neue Struktur und Würde geben. Neben Medikamenten spielen dabei auch Gespräche, psychologische Hilfe und körperliche Therapien eine große Rolle. Gerade in dieser Lebensphase zählt jede Form der Unterstützung.
Für Angehörige und Nahestehende ist es besonders schwer, diesen Prozess zu begleiten. Die Veränderungen im Wesen, das Schwinden der Kräfte, die Ungewissheit über den Verlauf – all das fordert viel Kraft, Geduld und Zuwendung. Umso wichtiger ist es, den erkrankten Menschen nicht nur als Patienten zu sehen, sondern als Mensch mit Hoffnungen, Ängsten, Erinnerungen und Wünschen. Selbst wenn die Zeit begrenzt ist, kann sie wertvoll sein.
Patrice Aminati formulierte es mit berührender Klarheit: Sie wolle nicht resignieren, sondern hoffen – auf Zeit und auf ein Medikament. Die Krebsforschung entwickelt sich stetig weiter. Neue Immuntherapien oder zielgerichtete Medikamente geben vielen Betroffenen auch in der schwersten Phase des Lebens Hoffnung.