„Ich nehme jetzt meine Überstunden“

Nach mehr als 50 Jahren: Kult-Imbiss macht dicht


Aktualisiert am 02.04.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Currywurst, Pommes, Mayo (Symbolbild): Den Park-Imbiss gab es seit mehr als 50 Jahren. (Quelle: Uwe Ernst/imago)

Bratwurst, „Manta-Platte“ und Klönschnack: Für viele war der Park-Imbiss mehr als nur ein Schnellrestaurant. Jetzt ist Schluss – nach einem schweren gesundheitlichen Einschnitt.

Am Mühlenteich in Syke bei Bremen wird es stiller werden. Wo über Jahrzehnte Bratwürste brutzelten und Stammkunden auf einen Plausch vorbeikamen, bleibt die Tür nun geschlossen: Der Park-Imbiss macht dicht.

Betreiberin Karin Cordes wird den Betrieb nicht wieder aufnehmen. Auf der Internetseite schreibt sie, dass ihr Gesundheitszustand dies nicht mehr zulasse. „Ich nehme jetzt meine Überstunden der letzten 20 Jahre“, erklärt sie dort. Die langen Arbeitstage seien zu belastend.

Empfohlener externer Inhalt
Facebook

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Facebook-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Facebook-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auslöser für die Entscheidung war ein Zusammenbruch im Januar. Wie die „Kreiszeitung“ berichtet, wurde die 65-Jährige am 22. Januar per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort sei ein Organversagen festgestellt worden, möglicherweise ausgelöst durch einen zuvor unbemerkten Herzinfarkt.

Inzwischen gehe es ihr zwar besser, aber: „Auf Anraten meiner Ärzte werde ich den Imbiss nicht wieder eröffnen“, schreibt die Betreiberin weiter.

Cordes hatte den Imbiss 2005 als Pächterin übernommen. Das kleine Lokal selbst existierte bereits seit 1974. Über die Jahre entwickelte sich der Park-Imbiss zu einem festen Anlaufpunkt in Syke – nicht nur wegen klassischer Gerichte wie Currywurst, Hamburger oder Schnitzel. Viele Stammkunden seien ihr über Jahrzehnte treu geblieben. „Die sind ja nicht nur zum Essen zu mir gekommen, sondern auch zum Reden“, sagte Cordes der „Kreiszeitung“.

Bereits seit einigen Wochen ist der Imbiss nun geschlossen. Ob und wie es mit dem Standort weitergeht, ist derzeit offen. Laut Cordes hängt die Zukunft auch davon ab, wie die Erben des inzwischen verstorbenen Eigentümers über die Nutzung der Immobilie entscheiden.

Share.
Die mobile Version verlassen