
Die Grundlage bildet eine selbsttragende, gepanzerte Fahrgastzelle aus Spezialstahl. Hinzu kommen mehrschichtige Sicherheitsgläser, die je nach Ausführung mehrere Zentimeter stark sind. Dach und Unterboden sind ebenfalls geschützt. Die äußeren Karosserieteile aus Aluminium dienen vor allem der Formgebung.
Neben der Panzerung verfügt die S-Klasse Guard über eine Reihe spezieller Sicherheitssysteme. Dazu zählen Notlaufreifen, mit denen das Fahrzeug auch nach einer Beschädigung noch bis zu 30 Kilometer weiterfahren kann. Eine integrierte Feuerlöschanlage bekämpft Brände im Motorraum und unter dem Fahrzeug.
Ein Notfall-Frischluftsystem versorgt den Innenraum bei Rauch- oder Gasangriffen mit sauberer Atemluft und kann Überdruck aufbauen. Servounterstützte Türen kompensieren das hohe Gewicht der Panzerung, hydraulische Fensterheber ermöglichen das Öffnen der Scheiben selbst dann, wenn die Bordelektrik ausfällt. Weil die massive Schutzstruktur Außengeräusche nahezu vollständig abschirmt, helfen Mikrofone und Lautsprecher, das Umfeld akustisch wahrnehmbar zu machen.
Wie bei allen Guard-Modellen folgt auch der S 680 Guard einer eigenen Logik. Komfort spielt eine Rolle, steht aber hinter der Sicherheitsfunktion zurück. Der Fond kann individuell konfiguriert werden, auf Wunsch sind auch Flaggenhalter an den Kotflügeln erhältlich. Einen Preis für die überarbeitete Version nennt Mercedes bisher nicht. Das bisherige Modell startete bei rund 547.000 Euro – je nach Ausstattung deutlich darüber.