Er bleibt in Tübingen
Minister unter Özdemir? Boris Palmer sagt ab
Aktualisiert am 16.03.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Über Wochen gab es Spekulationen über die politische Zukunft von Boris Palmer. Diese hat er nun selbst aufgeklärt.
Boris Palmer (parteilos) will Oberbürgermeister in Tübingen bleiben. Das habe er Grünen-Politiker Cem Özdemir gesagt, teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit und bestätigte damit einen Bericht von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“. Zuvor hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass Palmer Minister in der künftigen Landesregierung werden könnte.
Özdemir hatte im Wahlkampf die Nähe zu Palmer gesucht, der früher den Grünen angehörte und inzwischen parteilos ist. Palmer hatte Özdemir wiederholt seinen Rat und seine Unterstützung angeboten, sich aber nie klar zu den Spekulationen geäußert, dass er Minister in einer Landesregierung von Özdemir werden könnte.
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hatte jüngst ergeben, dass sich mehr als ein Drittel der Menschen im Südwesten wünscht, dass Palmer nach der Landtagswahl eine Rolle auf Landesebene spielt. 39 Prozent gaben an, Palmer solle nach der Wahl ein Amt in der Landespolitik bekommen. Dagegen sprachen sich 18 Prozent der Befragten aus, 21 Prozent hatten keine Meinung, und weitere 21 Prozent kannten Palmer nicht.
Über Palmers Rolle gibt es seit Längerem immer wieder Diskussionen. So hatte sich der 53-Jährige selbst kürzlich offen für eine Rückkehr zu den Grünen gezeigt. Auch führende Köpfe der Grünen hatten wiederholt Signale der Annäherung gesendet. Spitzenkandidat Özdemir hatte schon vor längerer Zeit gesagt, er würde sich wünschen, dass es für Palmer einen Weg zurück in die Partei gebe. Ministerpräsident Kretschmann hatte gesagt: „Es wäre schön, wenn er wieder zurückkehrt.“
