Himmelsspektakel bleibt aus

Der Osterkomet ist zerbrochen


07.04.2026 – 14:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Komet am Nachthimmel (Symbolbild). (Quelle: Nicolas Biver/ap/dpa)

Der erst kürzlich entdeckte Komet „C/2026 A1“ sollte am Osterhimmel ein Schauspiel bieten. Stattdessen ist der Himmelskörper bei seiner Annäherung an die Sonne zerfallen.

Der erst im Januar 2026 entdeckte Komet „C/2026 A1“, auch „Maps“ genannt, ist zerbrochen. Das berichtet unter anderem die Seite „EarthSky.org“. Demnach zerfiel der Komet kurz vor dem Erreichen der Perihel genannten größtmöglichen Annäherung an die Sonne.

Wie die Seite „Starwalk.space“ schreibt, ließen sich nach dem sonnennächsten Vorbeiflug nur noch Trümmer des Kometen beobachten. „Was hinter der Sonne wieder zum Vorschein kam, war kein intakter Kometenkopf, sondern ein Staubschweif, der wahrscheinlich entstand, als der Kern zerfiel und dabei große Mengen an Material freisetzte“, heißt es dort.

Astronomen hatten gehofft, dass der Komet bei seiner Annäherung an die Sonne am 4. April so hell strahlen könnte wie die Venus. Auch in den Tagen danach wäre er möglicherweise auch tagsüber sichtbar gewesen.

Bei „C/2026 A1“ handelte es sich um einen sogenannten Sonnenkratzer (Englisch: Sungrazer) der Kreutz-Gruppe. Solche Kometen kommen der Sonne sehr nahe und waren in der Vergangenheit bereits für eindrucksvolle Anblicke am Himmel verantwortlich.

Einer der bekanntesten Kometen aus der Gattung ist „C/1965 S1“ („Ikeya-Seki“) aus dem Jahr 1965. Seine Sonnenannäherung machte ihn zum hellsten Kometen des 20. Jahrhunderts. Er raste damals in einem geringen Abstand von knapp 450.000 Kilometern an der Sonne vorbei und war sogar am Tage mit bloßem Auge sichtbar.

Wer vom Auseinanderbrechen von „C/2026 A1“ enttäuscht ist, kann sich auf Komet „C/2025 R3“, auch genannt „PanSTARRS“ freuen. Wie „Starwalk.space“ schreibt, könnte dieser noch im April „ganz ohne optische Hilfsmittel sichtbar werden“. Die beste Beobachtungszeit werde für Ende des Monats erwartet.

Und da es sich bei dem Kometen nicht wie bei „C/2026 A1“ um einen Sonnenkratzer handelt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er in den kommenden Wochen zerbricht.

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