OpenAI will bald Werbung schalten

Künstliche Intelligenz

OpenAI will Werbung in ChatGPT schalten


Aktualisiert am 18.01.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei ChatGPT dürfen Disney-Figuren künftig in Bildern auftauchen (Archivbild). (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

OpenAI testet bald Werbung in ChatGPT, um seine Einnahmen zu erhöhen. Was Nutzer in Deutschland erwartet und welche Bezahl-Abos werbefrei bleiben sollen.

Grundlegende Änderung beim KI-Programm ChatGPT: OpenAI wird seinen Chatbot künftig auch mit Werbung finanzieren. In den USA werde man demnächst Tests mit Anzeigen starten, kündigte das KI-Start-up an.

Die Reklame in ChatGPT werde in der kostenlosen ChatGPT-Variante sowie in dem neuen Einsteigertarif ChatGPT Go getestet. Teurere Bezahl-Abos wie Plus, Pro, Business und Enterprise sollen auch in Zukunft werbefrei bleiben. Wann ChatGPT auch in Deutschland und Europa mit Reklame zu sehen ist, steht bis jetzt nicht fest.

Der weltweit führende Anbieter von KI-Chatbots veröffentlichte gleichzeitig seine Prinzipien, nach denen die Anzeigen geschaltet werden sollen. „Werbung beeinflusst niemals die Antworten von ChatGPT“, heißt es in einem Blogeintrag. Die Antworten würden rein danach optimiert, was am meisten helfe. „Anzeigen sind immer getrennt und klar gekennzeichnet.“

Das Unternehmen versprach auch, die Privatsphäre seiner Nutzer zu achten: „Wir halten Unterhaltungen mit ChatGPT strikt vor Werbetreibenden geschützt und verkaufen keine Daten.“ Jeder Nutzer entscheide selbst, wie Daten genutzt würden. Außerdem gebe es immer einen Weg, ChatGPT ohne Werbung zu nutzen – etwa über einen kostenpflichtigen, werbefreien Tarif.

Wer künftig bei ChatGPT keine Werbung zu Gesicht bekommen möchte, muss allerdings mindestens 20 US-Dollar im Monat für ein Abo von ChatGPT Plus abschließen. Der neue Einsteigertarif ChatGPT Go, der monatlich acht Euro kostet, ist nicht werbefrei.

Mit der Entscheidung für eine Werbefinanzierung vollzieht OpenAI einen Strategiewechsel. Firmenmitbegründer und CEO Sam Altman war früher strikt dagegen. Zuletzt äußerte er sich in Interviews jedoch offener. Dabei nannte er Instagram als Beispiel für Werbung, die nützlich sein könne, wenn sie gut gemacht sei.

OpenAI hat laut eigenen Angaben 800 Millionen wöchentliche Nutzer. Ende des vergangenen Jahres waren es noch 300 Millionen Anwender. Wenige Monate nach dem Start Ende 2022 teilte OpenAI mit, die Grenze von 100 Millionen Nutzern wöchentlich überschritten zu haben.

ChatGPT ist eine Anwendung, mit der textbasierte Dialoge ähnlich wie mit realen Personen möglich sind. Der Chatbot kann Sätze auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen formulieren.

Seine Veröffentlichung löste weltweit einen KI-Hype aus. Andere Tech-Konzerne wie Google, Amazon und der Facebook-Konzern Meta stellten unterdessen Konkurrenz-Software vor.

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