Vereine reagieren
Eklat überschattet Fußball-Duell in der Regionalliga
Aktualisiert am 02.03.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Das torlose Remis zwischen den Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers in der Regionalliga Südwest rückt nach rassistischen Beleidigungen in den Hintergrund.
Nach rassistischen Beleidigungen gegen Melkamu Frauendorf beim Auswärtsspiel der Stuttgarter Kickers gegen die Kickers Offenbach haben beide Vereine den Vorfall „auf das Schärfste“ verurteilt. „Beide Vereine sind sich einig: Rassistisches Verhalten widerspricht in eklatanter Weise den Werten des Fußballs und hat in unseren Stadien keinen Platz“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Klubs.
Nach Angaben der Vereine sei es unmittelbar nach Spielende von der Tribüne im Stadion am Bieberer Berg zu „üblen rassistischen Beschimpfungen durch einzelne Zuschauer“ gekommen. Der Vorfall sei umgehend gemeldet worden und werde derzeit geprüft.
Professor Rainer Lorz, Präsident der Stuttgarter Kickers, wird in dem Statement deutlich: „Wir sind geschockt. Diese üblen rassistischen Beleidigungen verurteilen wir auf das Schärfste. Dies hat auf keinem Fußballplatz der Welt etwas zu suchen. Melkamu Frauendorf hat die volle Unterstützung des gesamten Vereins und der Kickers-Familie.“
Auch Offenbachs Präsident Joachim Wagner äußerte sich klar. „Rassistische Beleidigungen sind durch nichts zu rechtfertigen und widersprechen den Werten unseres Vereins und des Sports insgesamt. Kickers Offenbach steht für Fairness, Respekt und Vielfalt. Wir stehen solidarisch an der Seite von Melkamu Frauendorf“, sagte er. Zudem sei es „extrem schade“, dass „eine bis zwei einzelne Personen für so etwas gesorgt haben“.
Fußball lebe von „Vielfalt, Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt“, betonten beide Vereine. Man werde wegen des Vorfalls weiter im Austausch bleiben. Die Partie endete 0:0, dabei spielten die Schwaben 35. Minuten in Überzahl.
