Höchster Wert seit 2022

Ölsorte Brent so teuer wie seit Jahren nicht

29.04.2026 – 20:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Erdölpumpen: Die Preise steigen. (Quelle: Harald Schneider/APA/dpa/dpa-bilder)

Der Ölpreis ist auf den höchsten Stand seit 2022 geklettert. Hintergrund sind festgefahrene Atomverhandlungen mit dem Iran.

Die Furcht vor einer monatelangen Blockade der für den Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus hat den Ölpreis am Mittwoch auf den höchsten Stand seit 2022 getrieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Abend zwischenzeitig mehr als 119 Dollar und war damit so teuer wie zuletzt in den ersten Monaten des Ukraine-Krieges. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf mehr als 107 Dollar. Bei beiden Ölsorten betrug der Preisanstieg rund 7,6 Prozent.

US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben aus Regierungskreisen wegen der festgefahrenen Verhandlungen mit dem Iran eine monatelange Blockade iranischer Häfen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge will er den Iran damit zur Aufgabe seines Atomprogramms bewegen.

Die USA und andere westliche Staaten werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und verweist auf sein Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Die USA und Israel begannen Ende Februar mit Luftangriffen auf Teheran den Iran-Krieg. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Am 8. April trat eine Waffenruhe in Kraft.

Seit Kriegsbeginn ist die für die weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus durch das iranische Militär faktisch gesperrt. Der Ölpreis stieg seither steil an. Die US-Armee blockiert ihrerseits iranische Häfen.

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