Aktuelle Hochrechnungen

Wahl in Nürnberg: Grüne und SPD verlieren deutlich


Aktualisiert am 08.03.2026 – 21:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Britta Walthelm (Grüne) im Nürnberger Presseclub: Die Grünen blieben hinter ihren Erwartungen zurück. (Quelle: Meike Kreil/t-online)

Nürnberg wählt einen neuen Oberbürgermeister. Die Hochrechnungen zeigen ein deutliches Ergebnis – und klare Verlierer. Das sagen die Parteien zum Abend.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Nürnberg zeichnet sich am Sonntagabend ein deutliches Ergebnis ab. Laut aktuellen Hochrechnungen (Stand 21.20 Uhr) liegt Amtsinhaber Marcus König (CSU) mit 46,0 Prozent der Stimmen deutlich vor seinen Herausforderern.

Damit kommt König zugleich auf deutlich mehr Prozentpunkte als 2020. Damals erhielt er 36,45 Prozent der Stimmen. Andreas Krieglstein, der Fraktionsvorsitzende der Rathaus-CSU, sprach auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online von einem „Top-Ergebnis“, das ein „Vertrauensbeweis“ für Marcus König sei. Man werde jetzt alles tun, um die Wähler weiter zu motivieren – falls es zu einer Stichwahl kommen sollte.

Auch im Rat konnten die Christsozialen deutlich zulegen. Laut aktuellen Prognosen entfielen 37,2 Prozent der Stadtrats-Stimmen auf die CSU, 2020 waren es noch 31,3 Prozent.

Auf Nasser Ahmed (SPD) entfallen 26,5 Prozent der Stimmen. Er steht damit deutlich schlechter da als Thorsten Brehm bei der vergangenen Wahl. Der heutige Stadtkämmerer wollte 2020 für die Sozialdemokraten ins Rathaus einziehen und war damals mit 34,93 Prozent der Stimmen fast gleichauf mit König – der sich dann in der Stichwahl durchsetzte.

Christine Kayser, die Fraktionsvorsitzende der SPD, sagte t-online, es sei ein Erfolg für ihre Partei, dass es zu einer Stichwahl komme. Nasser Ahmed habe einen „fulminanten Wahlkampf“ für die Sozialdemokraten gemacht.

Doch auch im Stadtrat hat die SPD deutlich verloren: Aktuell liegt die Partei bei 17,8 Prozent der Stimmen, 2020 bekam die SPD noch 25,7 Prozent. Von einer Wahlniederlage will Kayser dennoch nicht sprechen. Sie verweist darauf, dass bislang ausschließlich jene Wahlzettel mit Stimmen für nur eine Partei ausgezählt seien – nicht aber die kumulierten und panaschierten.

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