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Deutschland schrumpft

16.06.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine einsame Deutschlandflagge flattert auf einem Balkon in Bad Wörishofen (Bayern): Die Zahl der Deutschen nimmt ab. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.)

Die Deutschen werden weniger, meldet das Statistische Bundesamt. Die Behörde weiß auch, warum.

Im vergangenen Jahr ist die Bevölkerungszahl in Deutschland erstmals seit 2020 wieder gesunken. Ende 2025 lebten 83,5 Millionen Menschen in Deutschland und damit 110.000 Personen oder 0,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Grund dafür seien ein Überschuss an Sterbefällen gegenüber den Geburten und eine gesunkene Zuwanderung, hieß es. So sank die Differenz von Zu- und Fortzügen
von 430.000 auf 235.000. Diese sogenannte Nettozuwanderung hatte in den vergangenen Jahren das Geburtendefizit noch ausgeglichen.

Nur Stadtstaaten können zulegen

Insgesamt sank die Bevölkerungszahl in Ostdeutschland um 0,5 Prozent, im Westen nur um 0,1 Prozent. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen konnten als einzige Bundesländer Zuwächse verzeichnen. Seit 2011 wuchs die deutsche Einwohnerzahl
in jedem Jahr außer 2020, als aufgrund der Corona-Pandemie die Zuwanderung geringer war.

Damit verändert sich die Altersstruktur in Deutschland weiter. Während die Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen, die sogenannten Babyboomer, um 2,5 Prozent wuchs, sanken die
Zahlen in allen anderen Bevölkerungsgruppen. Am stärksten ging der Anteil der Personen ab 80 Jahren zurück. Die geburtenschwachen Jahrgänge, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden, erreichen nun dieses Alter.

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