Verheerendes Hochwasser
Notstand in Teilen Russlands ausgerufen
Aktualisiert am 10.04.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 3 Min.
Player wird geladen
Enorme Regenfälle treffen Tausende Menschen in zwei Teilrepubliken Russlands. Jetzt kündigt die Regierung Maßnahmen an. Doch neue Wassermassen sind schon angekündigt.
Nach der verheerenden Flutkatastrophe in den russischen Teilrepubliken Dagestan und Tschetschenien im Nordkaukasus ist am Donnerstag ein Notstand auf föderaler Ebene ausgerufen worden. Das teilte der Leiter des russischen Katastrophenschutzministeriums, Alexander Kurenkov, bei einer Sitzung der Regierungskommission mit, wie das russische Nachrichtenportal „Svoboda“ berichtete.
Die Naturkatastrophe hat verheerende Ausmaße. So musste etwa die zentrale Autobahn aus der Region Derbent in die Hauptstadt von Dagestan, Machatschkala, gesperrt werden, nachdem eine Brücke eingestürzt war. Ganze Gebäude versinken in den Fluten oder gelten als einsturzgefährdet. Gleichzeitig sei das Leitungswasser verunreinigt worden und der Strom in mehreren Tausenden Haushalten ausgefallen, hieß es in dem Bericht weiter.
Allein in Derbent sollen am Donnerstag noch etwa 1.100 Wohnhäuser, 1.150 Grundstücke und 70 Straßenabschnitte unter Wasser gestanden haben. Bereits am Wochenende habe die Regierung Tausende Menschen in Notunterkünften untergebracht.
Das Schicksal der Menschen stößt auf große Anteilnahme. Wie die russische Ausgabe des „Forbes“-Magazins berichtete, habe der Russische Fußballverband (RFU) gemeinsam mit der Russischen Premier League (RPL), der Ersten und der Zweiten Liga sowie den Profiklubs angekündigt, die kommenden Spiele Wohltätigkeitsorganisationen zu widmen, die sich um die Opfer von Dagestan kümmern.
Demnach sollen Stadionsprecher und TV-Kommentatoren während der Spiele über die Folgen der Überschwemmungen informieren und zur Unterstützung der Betroffenen aufrufen. Bereits zuvor hätten Spieler und Mitarbeiter des Klubs Dynamo Machatschkala einen Teil ihrer Gehälter für die Spendenaktion überwiesen, hieß es weiter. Zudem seien teilweise die Einnahmen von Ticketverkäufen gespendet worden, berichtete „Forbes“.
Doch nicht nur die finanzielle, auch die moralische Unterstützung der Betroffenen sei wichtig, erklärte RFU-Präsident Alexander Djukow in dieser Woche. Deshalb sollen bei allen Spielen des russischen Pokals, der RPL sowie der Ersten und Zweiten Liga die Teams in Trikots mit der Aufschrift „Dagestan, wir sind bei dir“ auflaufen.
