An städtischen Weihern
Invasive Vogelart breitet sich in Köln weiter aus
30.03.2026 – 09:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Stadt Köln kämpft gegen die Ausbreitung der Nil- und Kanadagänse an Weihern und Kanälen. Vor allem eine Art bereitet Probleme.
Die Kanada- und Nilgänse bleiben an den Weihern, Kanälen und Seen im Kölner Stadtgebiet weiterhin ein Problem. Mit etlichen Maßnahmen versucht die Stadt, die Population der invasiven Arten einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei ist der Bestand der Kanadagänse mittlerweile stabil, die Nilgänse breiten sich allerdings seit Jahren weiter im Stadtgebiet aus.
Geplant sind die Kästen unter anderem am Ostasiatischen Museum, auf dem Melaten Friedhof, am Hörsaalgebäude und Clarenbachkanal, an der Liebfrauenschule sowie das Apostelgymnasium neben dem Rautenstrauchkanal. Im Anschluss soll dann ausgewertet werden, ob die Tiere die Brutkästen annehmen und so der Bestand besser kontrollierbar wird.
Die Stadt Köln hat vor allem Probleme mit den Mengen an Kot, die die Tiere hinterlassen. Außerdem verhalten sich vor allem Nilgänse in der Nähe ihrer Nester aggressiv und können auch auf Menschen zugehen und diese gegebenenfalls angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisiert die Einstufung der Nilgans als invasive Art. Diese beruhe darauf, dass die Gans heimische Wasservögel vertreiben würde. „Diese Befürchtung führte wohl auch dazu, dass die Nilgans auf der EU-Liste potenziell invasiver Arten gelandet ist, obwohl weder die EU-Risikobewertung noch eine entsprechende Bewertung des Bundesamts für Naturschutz für Deutschland eindeutige Belege für die Verdrängung anderer Arten verzeichnen konnten.“
