Niemand hat an sie geglaubt

Super Bowl 60

Niemand hat an sie geglaubt

08.02.2026 – 03:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Nächster Titel für New England? Patriots-Quarterback Drake Maye und Running Back Treveyon Henderson. (Quelle: IMAGO/Eric Canha/imago-images-bilder)

Die Seattle Seahawks und die New England Patriots hatten nicht viele Fans und Experten vor der Saison auf der Rechnung. Doch nun stehen sich die beiden Teams im Super Bowl gegenüber.

Die 60. Auflage des Super Bowls in dieser Nacht zum Montag deutscher Zeit (ab 0.30 Uhr im Liveticker bei t-online) sorgt gleich mehrfach für ein Novum. Noch nie standen sich zwei Teams im Finale der National Football League (NFL) gegenüber, wenn für beide die Wettquote auf den Titelgewinn zu Saisonbeginn jeweils größer als 50:1 war. Für einen Sieg der Seahawks lautete sie im September 60:1, für die Patriots gar 80:1.

Und noch nie standen sich zwei Teams im Super Bowl gegenüber, die ihr erstes Saisonspiel verloren hatten. New England hatte zum Auftakt im September mit 13:20 gegen die Las Vegas Raiders den Kürzeren gezogen, Seattle unterlag 13:17 gegen die San Francisco 49ers. Aber auch diese Statistik ist nun längst Makulatur.

Insbesondere der Einzug der Patriots ins Finale kam unerwartet. „Niemand hat an uns geglaubt“, erinnert sich Patriots-Cornerback Christian Gonzalez im Vorfeld – kein Wunder, schließlich hatte sein Team im Vorjahr gerade einmal vier seiner 17 Partien gewinnen können, war weit von den Playoffs entfernt. Cheftrainer Jerod Mayo musste nach nur einem Jahr als Cheftrainer gehen und wurde durch Mike Vrabel ersetzt, der als Spieler unter der Trainerlegende Bill Belichick drei Super-Bowl-Erfolge mit den Patriots feiern durfte.

Doch auch mit dem neuen Chef an der Seitenlinie wollte sich der Erfolg nicht gleich einstellen. Von den ersten drei Partien im September verloren die Patriots zweimal – und das auch noch im heimischen Gilette Stadium. Dann aber setzte eine Serie ein: In den verbliebenen 14 Saisonspielen gab es 13 Siege.

„Pats“-Quarterback Drake Maye rechtfertigte dabei Woche um Woche, warum die Patriots ihn 2024 als dritten Spieler im NFL-Draft ausgewählt hatten. Kein Spielmacher hatte eine bessere Quote als Maye bei den vollständigen Pässen (72 Prozent), keiner erzielte mehr Raumgewinn pro Passversuch (8,9). Bei der Wahl zum MVP musste Maye sich nur Matthew Stafford von den Los Angeles Rams geschlagen geben.

Auch die Seahawks hatten in der Vorsaison die Playoffs verpasst, mit einer positiven Bilanz von zehn Siegen und sieben Niederlagen aber nur denkbar knapp. Doch vor der aktuellen Spielzeit gab es gerade im Angriff von Seattle mehrere große Fragezeichen. Wie würde sich der aus Minnesota gekommene Quarterback Sam Darnold als Ersatz für Geno Smith machen? Und wie würde sich der Abgabe von Wide Receiver DK Metcalf auswirken?

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