Vor Deutschland-Duell
Ex-Klopp-Profi geht auf Medien los
24.09.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Virgil van Dijk hat seinem Unmut gegenüber den niederländischen Medien Luft gemacht. Im Sommer stand für den Kapitän der „Oranje“ sogar ein Rücktritt im Raum.
Auf der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Duell mit Deutschland hat der niederländische Nationalmannschaftskapitän Virgil van Dijk seine heimischen Medien scharf kritisiert. Der Star des FC Liverpool bemängelte fehlende Wertschätzung seiner Person. Diese Entwicklungen hätten den Routinier an einer Rückkehr in die Nationalmannschaft zweifeln lassen, Trainer Xavi habe ihn jedoch schnell überzeugen können.
„Nach zehn Sekunden wusste ich bereits, dass ich weitermache. Das war einfach ein sehr gutes Gespräch“, sagte van Dijk über das erste Gespräch mit dem neuen Bondscoach. Xavi löste Vorgänger Ronald Koeman ab, der die niederländische Nationalmannschaft noch bei der WM 2026 betreut hatte.
Dort schied „Oranje“ im Sechzehntelfinale nach Elfmeterschießen gegen Marokko aus. Nach dem Spiel wurde im deutschen Nachbarland berichtet, van Dijk habe sich in die Taktik der Mannschaft eingemischt. Koeman hatte für das K.O.-Spiel überraschend auf eine Dreier-/Fünferkette umgestellt. Van Dijk wies diese Vorwürfe entschieden zurück. „Ein Journalist sagte, es sei meine Idee gewesen, mit fünf Mann in der Abwehr zu spielen. Das ist völliger Unsinn.“
Die Berichterstattung nach der Weltmeisterschaft habe ihn mitgenommen, so der 35-Jährige. „Wenn man im Urlaub ist und seine Karriere in der niederländischen Nationalmannschaft Revue passieren lässt, dann möchte man natürlich Wertschätzung erfahren und auch das Vertrauen all derer spüren, die die Niederlande unterstützen.“
Van Dijk wird trotz der negativen Berichte über ihn aus seinem Heimatland weiter für die Nationalmannschaft spielen. Der Champions-League-Sieger von 2019 steht bei 96 Einsätzen, er könnte erst der elfte Spieler in der Geschichte der Elftal werden, der die Marke von 100 Spielen erreicht.
