Niederlage gegen VfB Stuttgart – Jacobsen mit Wut-Interview

Sieglos in der Rückrunde

„Keine Eier gehabt“: 1860 verliert bei VfB-Reserve


Aktualisiert am 07.02.2026 – 19:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Sigurd Haugen (l.) neben Ex-„Löwe“ Mansour Ouro-Tagba: Der Anschlusstreffer des Norwegers kam zu spät. (Quelle: Imago/Sportfoto Rudel)

Die Münchner „Löwen“ verlieren im Aufstiegskampf weiter den Anschluss. Bei Stuttgart II setzt es eine knappe Pleite. Damit wartet der TSV weiter auf den ersten Sieg des Jahres.

Der TSV 1860 München wartet im Jahr 2026 weiter auf den ersten Pflichtspielsieg. Nach drei Unentschieden zum Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen, den VfL Osnabrück und Alemannia Aachen setzte es für die „Löwen“ am Samstagnachmittag beim VfB Stuttgart II nach Toren von Noah Darvich und Justin Diehl sowie Sigurd Haugen eine 1:2-Niederlage.

Dabei erwischte „Sechzig“ in der WIRmachenDruck-Arena in Großaspach, in der die VfB-Reserve ihre Heimspiele in der 3. Liga austrägt, zunächst den besseren Start. Die beste Chance der Anfangsphase verpasste Patrick Hobsch, der nach Zuspiel von Haugen einen Schritt zu spät kam, sodass Florian Hellstern im Stuttgarter Tor in höchster Not klären konnte.

Auf der Gegenseite brachte Darvich die Hausherren mit der ersten wirklichen Chance nach 20 Minuten in Führung. Nach einem schön nach vorn gespielten Konter über den Ex-Münchner Mansour Ouro-Tagba legte Justin Diehl auf den deutschen U20-Nationalspieler quer, der aus elf Metern keine Mühe hatte.

Nachdem Ouro-Tagba nur zwei Minuten danach den zweiten Treffer liegen gelassen hatte, machte es Diehl vier weitere Zeigerumdrehungen später besser. Nach einem Steckpass von Darvich in die Tiefe tauchte der Bundesliga-erfahrene Stürmer frei vor TSV-Keeper Thomas Dähne auf und vollendete abgezockt zum 2:0.

„Löwen“-Trainer Markus Kauczinski bilanzierte nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport: „Wir haben eigentlich ordentlich angefangen.“ Die ersten 20 Minuten seien klar in der Hand seiner Mannschaft gewesen. „Und dann werden wir ausgekontert, sind schlecht positioniert und verlieren mit dem 1:0 völlig den Faden.“ Insgesamt gehe der Sieg für den VfB in Ordnung.

Der 55-Jährige reagierte in der Halbzeit, brachte Maximilian Wolfram für Youngster Loris Husic, der sein Drittliga-Debüt feierte. „Sechzig“ präsentierte sich in der Folge bemüht, aber glücklos. Nach rund einer Stunde reichte es den rund 3.500 mitgereisten Fans, sie forderten lautstark die Einwechslung des wieder genesenen Florian Niederlechner.

Dieser hatte die ersten drei Spiele der Rückrunde aufgrund von muskulären Problemen verpasst. Elf Minuten vor dem Ende kam er schließlich zu seinem Comeback, konnte die Pleite aber auch nicht verhindern. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer durch Haugen fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang den Münchnern nicht.

Auch, weil Schiedsrichter Yannick Sager nach einem vermeintlichen Foul an Niederlechner nicht auf den Punkt zeigte. Ganz zum Ärger von Kauczinski. „Er trifft ihn. Klar, Elfmeter“, sagte der Coach nach Ansicht der Bilder. „Das Ding reiht sich in eine lange Liste von Fehlentscheidungen gegen uns ein.“

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