BSW: „Ungünstig auf Wahlzettel positioniert“

De Masi: Verwechslung aus Aachen gab es bundesweit


27.02.2025 – 18:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Fabio De Masi, BSW-Sprecher im Europäischen Parlament (Archivbild): Den Übertragungsfehler aus einem Aachener Wahlbezirk soll laut ihm bundesweit vorgefallen sein. (Quelle: IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Nach der Bundestagswahl vermutet das BSW Wahlmanipulation durch Verwechslungen mit einer anderen Partei. Fabio De Masi sieht verschiedene Ursachen.

Fabio De Masi, Sprecher des BSW im Europäischen Parlament vermutete auf der Plattform „X“, dass der Fehler in einzelnen Fällen allerdings auch schon viel früher aufgetreten sein könne. Dass in einzelnen Wahllokalen das BSW mit null, das BD hingegen mit „etlichen Stimmen“ ausgewiesen worden sei, könne De Masi zufolge auch an der „der ungünstigen Lage unter dem Knick des Wahlzettels“ liegen. Auf „X“ führt er aus: „Das BSW war sehr ungünstig auf dem Wahlzettel positioniert und insbesondere für ältere Menschen nicht leicht zu finden.“

Insgesamt hält aber der BSW-Sprecher einen „Übertragungsfehler“, wie er in Aachen passiert ist, auch für einige andere Wahlkreise für wahrscheinlicher. Den Fehler aus Aachen habe das BSW auch in anderen Wahlbezirken identifiziert, schreibt De Masi auf der Plattform „X“. Dabei stützt er sich auf Aussagen von Wählern, die angaben, das BSW in ihrem jeweiligen Wahllokal gewählt zu haben, doch ihre Stimme in der Auswertung nicht wiedergefunden zu haben. Stattdessen hätten sie außergewöhnlich sie viele Stimmen bei der Kleinstpartei „BD“ entdeckt.

Die 48 Stimmen aus dem Aachener Wahlbezirk 3705 würden an dem Wahlergebnis zwar nichts ändern und das BSW nicht zurück in den Bundestag holen, sagte die Sprecherin der Stadt Aachen. Doch De Masi schreibt, auf „X“, dass das BSW denselben Fehler, der in Aachen passiert ist, bereits für 10 Prozent des deutschen Wahlgebiets im Umfang von 600 Stimmen identifiziert habe. „Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet wäre dies erheblich“, so De Masi auf „X“.

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