
Weleda hatte 2024 mit einem Umsatz von rund 450 Millionen Euro ein Rekordjahr. Konnten Sie das 2025 steigern?
Das Jahr ist gerade abgeschlossen, wir werden unsere Zahlen im Frühjahr veröffentlichen. So viel kann ich aber schon sagen: Wir haben unseren Wachstumskurs auch 2025 fortgesetzt. In unserer Kernregion Deutschland, Österreich und der Schweiz sind wir in der Naturkosmetik zweistellig gewachsen und damit deutlich stärker als der Markt.
Sie haben Weleda nach Ihrem Eintritt in den Konzern neu aufgestellt. Was hat sich dadurch verändert?
Weleda hat im Jahr 2022 Verluste geschrieben. Das war ein echter Weckruf. Mit meinem Antritt haben wir uns ein Ziel gesetzt: Wir wollen wieder nachhaltig und profitabel wachsen. Das haben wir auch geschafft: 2023 gelang die Trendwende und 2024 haben wir einen Rekordumsatz erzielt und das Ergebnis deutlich verbessert. Wir haben Weleda aus dem Dornröschenschlaf geweckt.
Mit vielen neuen Produkten. Darauf entfielen in Deutschland 2025 rund ein Drittel unseres Kosmetikumsatzes. Denn gerade der Kosmetikmarkt wird stark durch Innovationen getrieben. Konsumentinnen und Konsumenten setzen darauf, dass neue Produkte ihnen noch schönere Haut, besseren Glanz oder voluminösere Haare bescheren können. Die Hoffnung treibt den Markt.
Was passiert dann mit den alten Produkten?
Das regelt meistens der Handel. Produkte, die weniger nachgefragt sind, werden aussortiert. Am besten ist es natürlich, wenn ältere Produkte auch neben Neueinführungen bestehen können. Im vergangenen Jahr haben wir die Booster Drops speziell für junge Zielgruppen auf den Markt gebracht. Es war die erfolgreichste Neueinführung im Segment Gesichtspflege. Dafür hat uns der Handel mehr Regalplätze eingeräumt. Das heißt, wir mussten nichts aus unserem Sortiment herausnehmen, sondern konnten uns verbreitern.