
Kritiker von Donald Trump
Green Day eröffnet Super-Bowl-Show
19.01.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Der geplante Auftritt des Rappers Bad Bunny beim Superbowl erhitzte in den USA die Gemüter. Nun verkündet die NFL, wer noch bei dem Sport-Event dabei ist.
Beim diesjährigen Super Bowl steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt. Auch musikalisch setzt die National Football League (NFL) auf große Namen – und löst mit ihrer Künstlerauswahl Diskussionen aus.
Die US-Punkrockband Green Day wird am 8. Februar in Santa Clara (Kalifornien) die Eröffnungszeremonie gestalten. Das gab die NFL unter anderem auf Instagram bekannt. Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong und seine Bandkollegen feiern damit ein weiteres Highlight ihrer Karriere. Bereits 1994 gelang ihnen mit dem Album „Dookie“ der internationale Durchbruch. 2004 gewannen sie mit „American Idiot“ den Grammy für das beste Rockalbum. 2024 veröffentlichte die Band ihr 14. Studioalbum „Saviors“, das unter anderem die Single „The American Dream Is Killing Me“ enthält.
Zugleich kann die Entscheidung der NFL, Green Day als musikalischen Act auzuwählen, durchaus politisch gelesen werden. Mit dem Album „American Idiot“ positionierte sich die Band einst klar gegen die Regierung von George W. Bush. Frontmann Armstrong äußerte in den vergangenen Jahren zudem wiederholt Kritik an Donald Trump.
Schon 2016 warnte der Sänger bei den American Music Awards vor dem US-Präsidenten. Beim Download Festival in Donington Park attackierte er Trump laut „Billboard“ zuletzt erneut, nannte dessen Regierung „faschistisch“ und rief das Publikum zum Widerstand auf. Armstrong habe die Menge zudem dazu animiert, Trump als „fetten Bastard“ zu beschimpfen.
In der Halbzeit-Show wird der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny auftreten – als erster Künstler, der das komplette Programm auf Spanisch performt. Die bereits im Herbst angekündigte Entscheidung löste in den USA eine hitzige Diskussion aus. Konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen bewerteten die Wahl als „politisches Statement“ und forderten eine „All-American“-Alternative.
US-Präsident Donald Trump tat die Entscheidung der NFL seinerzeit als „absolut lächerlich“ ab. Bad Bunny hatte sich in der Vergangenheit gegen Abschiebungen und Razzien ausgesprochen. Aus Sorge vor Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE wollte er zunächst keine Konzerte in den USA spielen. Der 31-Jährige zählt aktuell zu den erfolgreichsten Künstlern weltweit.