Neuwagen bedrohen oft Sicherheit in Autobahn-Baustellen

Fast jeder Neuwagen betroffen

ADAC warnt vor unbekannter Bußgeldfalle


Aktualisiert am 28.01.2026 – 14:24 UhrLesedauer: 1 Min.

Nadelöhr: Breite Neuwagen passen nicht auf jede Spur. Das kann ein Bußgeld kosten. (Quelle: Christoph Hardt)

Immer mehr Autos sprengen die engen Grenzen der Autobahnbaustellen. Die Durchfahrt wird zur Nervenprobe – und zur Bußgeldfalle.

Wer heute einen Neuwagen kauft, stößt neben absurden Preisen oft auf ein Problem, das in keinem Prospekt steht: Das Auto ist zu breit. Mehr als zwei Drittel aller Neuwagen sind betroffen. Mit Außenspiegeln messen sie über zwei Meter – zu viel für den linken Fahrstreifen vieler Baustellen, der häufig nur für Fahrzeuge bis genau zu dieser Breite freigegeben ist.

Millimeterarbeit bei Tempo 60: In breiteren Autos wird die linke Spur in Autobahnbaustellen schnell zur Zitterpartie. Experten fordern daher, Behelfsfahrstreifen künftig so anzulegen, dass Autos bis 2,10 Meter passieren können. Bis dahin gilt: Wer unsicher ist, bleibt rechts. Das vermeidet brenzlige Begegnungen.

Baustellen verlangen volle Konzentration. Eine der häufigsten Unfallursachen dort sind seitliche Kollisionen zwischen Fahrzeugen, die nebeneinander fahren. Versetztes Fahren kann helfen – aber nur, wenn die Spurbreite es zulässt.

Vor dem Nadelöhr gilt: im Reißverschlussverfahren einfädeln, und zwar erst kurz vor der Engstelle. Wer zu früh die Spur wechselt, behindert den Verkehrsfluss und riskiert 20 Euro Bußgeld.

Das Wichtigste bleibt jedoch: genug Abstand zum Vordermann halten. So lassen sich die gefährlichsten Situationen vermeiden. Die Baustelle wird zwar nicht breiter, aber sicherer.

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