Wo sich die Himmelsbeobachtung lohnt
Besonders finstere Woche: Hier geht’s zu den Sternen
14.04.2026 – 08:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Wenn die Nächte dunkler werden, zeigt der Himmel seine ganze Pracht. Entdecken Sie Europas dunkelste und zugleich schönste Orte für Sternengucker.
Gerade hat die Artemis-II-Mission von Nasa und Esa ihre Reise erfolgreich beendet – und wohl bei vielen Menschen die Sehnsucht geweckt, selbst wieder öfter in den Nachthimmel zu schauen. Während Astronautinnen und Astronauten ferne Welten erforschen, reicht für das eigene Sternenerlebnis oft schon ein Blick nach oben. Vorausgesetzt, der Himmel ist dunkel genug.
In dieser Woche sind die Bedingungen dafür besonders gut. Rund um den Neumond wird der Nachthimmel kaum vom Mondlicht erhellt, sodass selbst lichtschwache Himmelsobjekte deutlich besser sichtbar sind. Ein idealer Moment, um die Koffer zu packen und sich auf den Weg zu einem Ort zu machen, an dem die Nacht noch richtig dunkel ist.
Inspirationen liefert die Fluggesellschaft Icelandair. Sie hat die besten Orte zur Sternenbeobachtung in Europa für die kommenden Monate ermittelt. Die Auswahl basiert auf Faktoren wie Himmelshelligkeit, künstlicher Lichtverschmutzung (in Form der Bortle-Skala) und der Höhenlage. Auch ein deutscher Ort ist in den Top-10 vertreten.
An der Spitze des Rankings steht das Riaño-Bergreservoir in Spanien, für das ein Sternenbeobachtungswert von 76/100 ermittelt wurde, gefolgt von Dungeagan in Irland (74) und dem Galloway Forest Park in Schottland (73). Das Riaño-Bergreservoir ist dabei der einzige Ort, der als „exzellenter Dark-Sky-Standort“ der Bortle-Klasse 1 eingestuft wird – also mit nahezu perfekt dunklem Himmel.
Auf Platz fünf, mit 67 von 100 Punkten: der nur etwa 45 Minuten von der isländischen Hauptstadt Reykjavík entfernte Thingvellir-Nationalpark. Mit 316 Metern Höhe gehört er zu den höchstgelegenen Standorten im Ranking und bietet besonders klare Sicht auf den Nachthimmel und gute Chancen auf Nordlichter.
