
Zeitenwende in München
Erster Elektro-M3 enthüllt: So stark war noch kein Dreier-BMW
15.01.2026 – 06:29 UhrLesedauer: 2 Min.
BMW bricht mit der Tradition: Der nächste M3 fährt elektrisch und leistet über 1.000 PS. Doch die Ingenieure bauen eine Technik ein, die physikalisch völlig überflüssig ist. Sie soll lediglich ein Gefühl retten, das bald Geschichte ist.
Die Technik markiert eine Zäsur: Vier Elektromotoren, einer pro Rad, treiben den M3 an. Jedes Triebwerk verfügt über eigene Getriebe und Hochleistungsrechner. Zusammen leisten die Motoren offiziell 1.000 PS. Inoffiziell sind es sogar deutlich mehr. Damit verdoppelt BMW die Kraft des aktuellen Benziners nahezu. Das Ziel ist eine Fahrdynamik, die mit herkömmlichen Antrieben physikalisch unmöglich wäre.
Wichtig für die Stammkundschaft: BMW hält an der Vielfalt fest. Der Elektro-M3 ist die Neuheit, er wird aber nicht der alleinige M3 sein. Parallel dazu bieten die Bayern weiterhin eine Variante mit dem bewährten Reihensechszylinder-Benzinmotor an.
BMW baut eine Brücke für Nostalgiker. Die Ingenieure programmieren simulierte Schaltvorgänge. Obwohl das E-Auto keine Gänge benötigt, erzeugt die Software das Rucken und die Akustik eines Schaltgetriebes. Ein digitales Schauspiel für Fahrer, denen die gleichmäßige Beschleunigung eines Stromers zu linear ist.
Die Energie liefert eine im Unterboden platzierte Batterie mit einer Kapazität von mehr als 100 kWh. Dank 800-Volt-Technik lädt der Akku in Rekordzeit. Die Herausforderung für die Entwickler: Die Batterie wiegt Hunderte Kilo. BMW muss beweisen, dass der M3 trotz dieser Last ein flinker Athlet bleibt und kein schwerfälliger Panzer wird.