Neue Umfrage

Sympathiewerte für Merz auf Tiefstand

Aktualisiert am 20.08.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz: Ein Großteil der Bevölkerung glaubt nicht, dass der Bundeskanzler und CDU-Chef Rückhalt aus der eigenen Partei hat. (Quelle: IMAGO/Mike Schmidt/imago)

Die Regierung steht vor einem politischen Herbst mit vielen Reformbaustellen. Der Kanzler startet mit schlechten Umfragewerten.

Bundeskanzler Friedrich Merz verliert einer neuen Umfrage zufolge weiter Rückhalt in der Bevölkerung. Im neuen ZDF-„Politbarometer“ kommt der CDU-Vorsitzende bei der Frage „Was halten Sie von?“ auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 auf einen Wert von minus 1,9 – laut ZDF ein persönlicher Negativrekord für Merz. Ende Juli war der Kanzler bei der von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführten Befragung noch mit minus 1,5 bewertet worden.

Die Liste führt weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Wert von plus 1,3 an. SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil befindet sich mit unverändert minus 0,6 im Negativbereich. Schlusslicht der Top Ten ist AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5.

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Zweifel an Rückhalt für Parteichefs von Union und SPD in eigenen Reihen

Laut Umfrage gibt es auch große Zweifel am Rückhalt für Friedrich Merz in den eigenen Reihen. 80 Prozent der Befragten, darunter 67 Prozent der Unionsanhänger, meinen, dass die CDU nicht voll hinter ihrem Parteivorsitzenden steht.

Aber auch bei den SPD-Parteichefs sind die Befragten skeptisch. Für 53 beziehungsweise 52 Prozent haben Lars Klingbeil und Bärbel Bas nicht die uneingeschränkte Unterstützung der SPD. Unter den SPD-Anhängern sind ebenfalls jeweils Mehrheiten davon überzeugt, dass ihre Partei nicht voll hinter Klingbeil (57 Prozent) und Bas (52 Prozent) steht.

Keine Mehrheit für die Koalition

In der Sonntagsfrage liegt die AfD mit 27 Prozent weiter deutlich vor der Union mit 22 Prozent. Beide verlieren jeweils einen Prozentpunkt im Vergleich zur Umfrage Ende Juli. Die SPD bleibt bei 12 Prozent, die Grünen legen einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu. Die Linke würde unverändert 12 Prozent erhalten, wenn schon am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die FDP käme weiterhin auf 4 Prozent.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten zufolge die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das ZDF-„Politbarometer“ vom 17. bis zum 19. August 1.319 Wahlberechtigte – telefonisch und online. Als statistische Fehlertoleranz werden bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte angegeben. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ.

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