Tragödie in Silvesternacht

Crans-Montana-Desaster: Justiz hat neue Verdächtige

09.03.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Player wird geladen

Im Video: Diese Aufnahmen schaffen neue Klarheit. (Quelle: t-online)

Bei einem Brand in einer Schweizer Bar in der Silvesternacht sterben 41 Menschen. Jetzt nimmt nun die Justiz weitere Verdächtige ins Visier.

Mehr als zwei Monate nach dem Silvesterbrand im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Justiz Ermittlungen gegen fünf weitere Verdächtige aufgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP soll auch Gemeindepräsident Nicolas Féraud unter ihnen sein.

Bei den vier weiteren Verdächtigen handele es sich um einen ehemaligen Gemeinderat, der für öffentliche Sicherheit zuständig war, um einen ehemaligen Brandschutz-Verantwortlichen sowie um dessen Stellvertreter und um ein Mitglied des aktuellen Teams für öffentliche Sicherheit. Die Identitäten der Verdächtigen wurden allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

Bei dem Feuer in der Bar „Le Constellation“ in der Silvesternacht sind 41 Menschen ums Leben gekommen. 115 weitere wurden verletzt, viele erlitten schwerste Verbrennungen und liegen noch immer im Krankenhaus. Den Ermittlern zufolge hatten Feuerwerksfontänen den Brand ausgelöst.

Gegen die Betreiber der Bar sowie den früheren und den aktuellen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde wird bereits seit Wochen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Dasselbe wird nun auch den fünf weiteren Verdächtigen vorgeworfen.

Ein zentraler Punkt der Ermittlungen ist die Frage, ob Eigentümer und Gemeindeverantwortliche gegen Brandschutzvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde räumte bereits ein, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten – obwohl jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind.

Share.
Die mobile Version verlassen