Sicherheitskonzept

Hannover 96 setzt beim Derby auf ungewöhnliche Maßnahme

19.03.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Brisantes Duell: Beim Hinspiel zwischen Braunschweig und Hannover (0:3) sah Eintracht-Stürmer Erencan Yardimci (2.v.r.) die Rote Karte. (Quelle: Swen Pförtner/dpa/dpa-bilder)

Beim Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig treffen die Verantwortlichen neue Sicherheitsvorkehrungen. Tausende Plätze bleiben leer – und auch beim Ausschank gibt es eine Änderung.

Hannover 96 und Eintracht Braunschweig treffen am Freitag um 18.30 Uhr in der Heinz-von-Heidne-Arena aufeinander. Dabei bleiben rund 7.000 Plätze im Stadion aus Sicherheitsgründen frei. Die Pufferzone soll Konflikte zwischen den Fanlagern verhindern. Bereits in der vergangenen Saison schloss der Verein einen Großteil der Gästefans aus.

Wie der Verein und sein Biersponsor ankündigten, wollen sie beim Derby zudem Bier mit reduziertem Alkoholgehalt verkaufen. Bei Hochsicherheitsspielen ist der Alkohol-Ausschank in der Regel verboten. Das führt dazu, dass viele Fans bereits stark angetrunken zum Stadion kommen.

Das Derby hat in dieser Saison sportlich besondere Brisanz. Hannover 96 steht so nah an den Aufstiegsplätzen der 2. Bundesliga wie seit Langem nicht mehr. In Braunschweig hingegen ist die Abstiegsgefahr erneut so groß, dass in der vergangenen Woche schon wieder ein neuer Trainer kam.

Lars Kornetka (48) übernimmt die Braunschweiger und bestreitet am Freitag sein erstes Niedersachsenderby. Er sagte: „Ich bin ganz gut vorbereitet worden.“ Das Derby sei bereits bei den ersten Gesprächen mit der Eintracht-Führung ein Thema gewesen, sagte Kornetka. Seinen Fokus legt er aber auf den Abstiegskampf: „Wir müssen in dieser Saison drei Mannschaften hinter uns lassen. Das interessiert uns allen voran.“

Im Hinspiel im Oktober gewann Hannover 96 mit 3:0. Braunschweigs Stürmer Erencan Yardimci sah nach 20 Minuten die Rote Karte. Wie Ex-Trainer Heiner Backhaus einräumte, sei auch der Druck des Derbys ein Grund dafür gewesen. Er hatte seinen Gegenspieler aus Hannover gewürgt.

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