
Es bleiben Hürden
Kamenzer Damm: Studie ebnet Weg für neue S-Bahn-Haltestelle
11.11.2025 – 16:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Berliner Süden soll eine neue S-Bahnstation entstehen. Eine erste Untersuchung fällt positiv aus, doch es gibt wohl Probleme.
Die geplante S-Bahn-Station Kamenzer Damm kann umgesetzt werden. Das geht aus einer Nutzen-Kosten-Untersuchung des Landes Berlin hervor. Zuvor hatten die SPD-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg und Lars Rauchfuß eine entsprechende Anfrage zu den Ergebnissen an den Senat gestellt.
In die Prüfung flossen die Gewerbe- und Industriestandorte sowie die Einwohnerzahlen im Umfeld des künftigen Bahnhofs ein. Der aktuelle Kostenrahmen ermöglicht demnach eine wirtschaftlich sinnvolle Realisierung.
Die Deutsche Bahn und das Land Berlin haben die Vorplanung bereits abgestimmt und finanziell abgesichert. Nach den bisherigen Untersuchungen steht nur eine Bahnhofsvariante zur Diskussion.
Als Nächstes soll die Bahn ein Planungsbüro per Ausschreibung beauftragen. Die Entwurfsplanung kann starten, sobald die Vorentwurfsphase abgeschlossen ist und Berlin weitere Mittel bereitstellt.
Der geplante S-Bahnhof hängt direkt mit dem Ausbau der Dresdner Bahn zusammen. Die Modernisierung der Strecke, inklusive neuer Fernbahngleise und dem Erhalt der S-Bahntrasse, schafft erst die Voraussetzungen für den angedachten Bahnhof im Süden Berlins.
Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, ist ein zusätzlicher Halt jedoch bisher nicht berücksichtigt worden. Entlang der Schienen würden demnach Lärmschutzwände einen Bahnhof unmöglich machen. Sie müssten erst abgerissen sowie weitere bauliche Veränderungen vorgenommen werden, bevor ein Halt entstehen könne.
Die neue Station Kamenzer Damm soll an der S2-Bahnstrecke zwischen dem Priesterweg und der Attilastraße im Berliner Süden entstehen. Geplant ist ein direkter Anschluss an das Gewerbegebiet rund um die Malteserstraße und den Kamenzer Damm in Tempelhof. Mit dem Halt soll die Erreichbarkeit des Stadtteils verbessert und der öffentliche Nahverkehr im Berliner Süden entlastet werden.
Das Projekt ist Teil der zweiten Tranche des Infrastrukturprogramms i2030, das zentrale Verkehrsprojekte in der Hauptstadtregion bündelt, wie es auf der dazugehörigen Webseite heißt. Ob die S-Bahnstation Kamenzer Damm wirklich umgesetzt wird, bleibt allerdings fraglich. Erst weitere Prüfungen sollen eine Entscheidung ermöglichen.










