Gametipps für PC und Konsole
Schmuddelwetter? Diese Spiele retten den Herbst
01.10.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 10 Min.
Die Tage werden kürzer, der Regen kommt öfter – und damit beginnt die beste Zeit für lange Spieleabende. Im September sind gleich mehrere große Titel erschienen. Das waren unsere Highlights.
Die Freibäder haben geschlossen, der Grill ist abgedeckt und morgens hängt schon der erste Nebel über den Straßen. Der Sommer verabschiedet sich – und mit ihm die Ausrede, dass die Konsole oder der PC bei diesem Wetter warten kann.
Wenn der Regen gegen die Scheibe prasselt, gibt es kaum einen gemütlicheren Platz als das Sofa, eine Decke und einen Controller in der Hand. Im September gab es genug passendes Material: Vampire im mittelalterlichen Europa, der wohl berühmteste Mutant der Comicgeschichte, ein Klötzchenabenteuer für die ganze Familie und die Rückkehr eines Rollenspielklassikers. Hier unsere Highlights aus dem September:
„The Blood of Dawnwalker“
Worum es geht: Das Action-Rollenspiel „The Blood of Dawnwalker“ führt in die fiktive Karpatenregion Vale Sangora des 14. Jahrhunderts. Die düstere Aufmachung erinnert an die „The Witcher“-Serie, doch der Blutdurst macht hier auch vor dem Helden nicht halt: Coen ist tagsüber Mensch und nachts Vampir. Ihm bleiben 30 Spieltage, um seine Familie vor dem Vampirfürsten Brencis zu retten. Zeit wird dadurch zu einer wichtigen Ressource. Dadurch begleitet viele Entscheidungen die Frage, ob sich der Zeitaufwand lohnt. Diese Abwägung frustriert oft eher, als dass sie Spannung erzeugt, und stört den Spielfluss. Dafür ist die Charakterzeichnung Coens gelungen und lässt den Spieler beim Kampf um seine Familie mitfiebern.
Für wen das Spiel geeignet ist: Wer düstere Fantasywelten, ausführliche Gespräche und Entscheidungen mit Folgen mag, findet hier reichlich Beschäftigung. Besonders Fans der „The Witcher“-Spiele dürften sich mit der Atmosphäre schnell anfreunden. Die Kämpfe verlangen Aufmerksamkeit beim Blocken und Parieren. Verschiedene Schwierigkeitseinstellungen helfen dabei, den Anspruch anzupassen. Mit dem Gedanken, Spielzeit als begrenztes Budget einzusetzen, sollte man allerdings zurechtkommen.
Fazit: „The Blood of Dawnwalker“ bietet eine atmosphärische Vampirwelt und einen Helden, dessen Schicksal berührt. Gerade das Zeitlimit ist aber Geschmackssache: Die einen fühlen sich dadurch angetrieben, die anderen gehetzt. Wer sich darauf einlässt, bekommt eines der spannendsten Rollenspiele des Jahres.
„The Blood of Dawnwalker“ ist am 3. September für PlayStation 5, Xbox Series X|S und den PC erschienen. Das Spiel hat eine Altersfreigabe der USK ab 18 Jahren.
„Onimusha: Way of the Sword“
Worum es geht: Die japanische Stadt Kyoto wird von widerlichen Monstern überrannt. Samurai Miyamoto Musashi wird in diesem Actionspiel wider Willen zum Helden, der sich ihnen entgegenstellt. Neben seinem Schwert dient ihm ein mysteriöser Oni-Handschuh als Quelle seiner Kampfkraft. Das Artefakt verleiht ihm übermenschliche Fähigkeiten und lässt ihn die Seelen der besiegten Genma-Dämonen aufnehmen. Besonders überzeugend sind die prächtig inszenierten Schwertkämpfe, in denen wuchtige Schläge, Paraden und Ausweichaktionen flüssig ineinandergreifen. Während sich einfache Gegner anfangs noch recht mühelos bezwingen lassen, kommt es besonders in den spektakulären Duellen gegen die mächtigen Bossgegner auf Geschick und Timing an.
