Wolfsburg taumelt dem Abstieg entgegen
„Schlag in die Fresse“: Negativrekord für Bundesligist
12.04.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Der VfL Wolfsburg verliert auch gegen Eintracht Frankfurt und taumelt dem ersten Bundesliga-Abstieg der Klubgeschichte damit weiter entgegen.
Nach zwölf Spielen ohne Sieg steht der VfL Wolfsburg auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga – und damit so nah am erstmaligen Abstieg der Klubgeschichte wie nie zuvor. Trainer Dieter Hecking hat das Saisonziel nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt klar benannt: Platz 16 und damit die Relegation.
Zuletzt hatte Wolfsburg 1998 so viele Partien in Serie ohne Sieg. Aufsichtsratsmitglied Diego Benaglio beschrieb die Niederlage gegenüber dem SID als „ein Schlag in die Fresse“. Hecking erklärte, er sei kein Mann „für Durchhalteparolen“. Es gehe im Saisonendspurt „wahrscheinlich nur noch um Platz 16. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen – und es wird schwer genug, das zu erreichen“.
Auf dem Platz traf Oscar Höjlund in der 21. Minute zur Frankfurter Führung, Arnaud Kalimuendo erhöhte in der 32. Minute auf 2:0. Der eingewechselte Dženan Pejčinović verkürzte in der Nachspielzeit (90.+7) – zu spät für einen Punktgewinn. Hecking sah zwar „gute Momente bis zum Abschluss“ bei seinem Team, doch habe man in den „entscheidenden Momenten nicht die richtige Entscheidung getroffen“.
Heidenheim gewann gegen Union Berlin und liegt nun nur noch zwei Punkte hinter Wolfsburg. Der Rückstand auf den Relegationsplatz von St. Pauli beträgt fünf Punkte. Sportdirektor Pirmin Schwegler äußerte sich bei Sky: „Bitter, bitter. Wir erleben Woche für Woche viele Rückschläge. Es tut weh.“ Und weiter: „Es gibt keine andere Option, als wieder aufzustehen und nächste Woche für die drei Punkte zu kämpfen. Wir können uns nicht komplett eingraben.“
Nach dem Abpfiff hallten dem Team aus der Nordkurve Buhrufe und Pfiffe entgegen. Zusätzlich belastet ein Rechtsstreit den Klub: Das geschasste Führungsduo Peter Christiansen und Sebastian Schindzielorz soll sich mit dem Verein um Geld streiten. Im Fall von Ex-Sportdirektor Schindzielorz soll es am Montag einen Termin vor dem Arbeitsgericht Braunschweig geben. Benaglio wollte sich dazu „lieber nicht äußern“.
Fünf Spiele bleiben Hecking noch. Am Samstag gastiert Wolfsburg bei Union Berlin. Auch die Köpenicker stecken im Abstiegskampf. Nach der Trennung von Steffen Baumgart setzt der Klub auf Marie-Louise Eta – und braucht ebenfalls dringend Punkte.
