Nato-Verbündete Dänemarks starten Mission in Grönland

Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles schloss eine spanische Beteiligung nicht aus, mahnte aber zur Vorsicht. Eine Annexion Grönlands durch die USA wäre äußerst besorgniserregend. „Aber wir werden bei unseren Entscheidungen umsichtig vorgehen“, sagte sie. „Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Annexion inakzeptabel und äußerst schwerwiegend ist. Aber ich glaube nicht, dass wir uns in dieser Situation befinden.“

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen sagte in Washington nach dem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance, dass zwischen den Parteien weiterhin eine „fundamentale Meinungsverschiedenheit“ bestehe. An dem Gespräch nahm auch die für die grönländische Außenpolitik zuständige Ministerin Vivian Motzfeldt teil.

Trump hatte schon vor dem gut einstündigen Gespräch in einem Gebäude der US-Regierung nahe dem Weißen Haus klargemacht, von seinem Ziel keinen Millimeter abzuweichen. Alles andere als ein Grönland in der Hand der Vereinigten Staaten sei „inakzeptabel“, schrieb Trump auf seiner Internet-Plattform Truth Social.

Die Soldaten der Bundeswehr flogen nicht direkt nach Grönland, sondern zunächst ins dänische Karup, wo sich ein großer Luftwaffenstützpunkt befindet. Dänemark hatte nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums angeboten, mit seinem Erkundungsteam und weiteren Partnern am Freitag gemeinsam nach Grönland zu fliegen. Dies werde mit einem zivilen dänischen Flugzeug geschehen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Berlin. Und weiter: „Aus unserer Sicht ist der gemeinsame Flug ein starkes Zeichen unserer Geschlossenheit“.

Ein Einsatz im hohen Norden ist für die Bundeswehr kein Neuland. Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag nahmen 2024 und 2025 deutsche Soldatinnen und Soldaten an 40 Übungen jenseits des nördlichen Polarkreises teil. Darüber berichtete zuerst die „taz“. Der verteidigungspolitische Sprecher der Linken, Ulrich Thoden, wertete diese Übungen in der Zeitung als Ausdruck eines „abenteuerlichen Expansionskurses“ der Bundeswehr.

Wenn die Nato die Überwachung der Gewässer rund um Grönland ausbauen will, könnte sich die Marine zum Beispiel mit ihrem neuen Seefernaufklärer daran beteiligen. Die erste Maschine vom Typ P-8A „Poseidon“ wurde erst vor kurzem in Dienst gestellt. Mit dem Flugzeug ist die Besatzung in der Lage, große Seegebiete zu überwachen, Schiffsbewegungen zu verfolgen und U-Boote mit Radar sowie akustischen und optischen Systemen zu orten.

Aktie.
Die mobile Version verlassen