Nato beginnt Großmanöver in Deutschland und verlegt Truppen

Dafür bewegt das Militär eine große Menge an Material: Mehr als 1.500 Militärfahrzeuge, darunter Kampfpanzer und Raketenwerfer, sowie mehr als 20 Flugzeuge und Kampfjets und 17 Marineeinheiten, darunter Landungsschiffe, Fregatten und U-Boote, sollen zum Einsatz kommen.

Das Großmanöver erstreckt sich laut Nato über mehrere Standorte in Mitteleuropa, die wichtigsten Bestandteile sollen aber in Deutschland stattfinden. Ein zentraler Schauplatz soll im Februar der niedersächsische Truppenübungsplatz in Bergen in der Lüneburger Heide werden – es ist einer der größten Truppenübungsplätze in Europa überhaupt.

Aber auch an anderen Orten wird geübt, etwa an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein. Am Truppenübungsplatz Putlos etwa will das Militär eine amphibische Landung demonstrieren.

Die Bundeswehr stelle als Gastnation während des Manövers einen durchgängigen „Host-Nation Support“, sagte der Kommandeur des Bremer Landeskommandos, Oberst Thomas Geßner. Das bedeute, dass die Bundesrepublik für Verpflegung, Unterkünfte, Treibstoff, medizinische Versorgung, technische Unterstützung, Rechtsberatung und Bewachung der alliierten Truppen sorge. Über den Bremer Flughafen sollen in den kommenden Wochen internationale Teilnehmer des Manövers ein- und ausreisen.

Das Großmanöver ist nach Angaben der Nato auch der erste Einsatz der neu aufgestellten, schnellen Eingreiftruppe der Nato, unter dem Kommando des operativen Hauptquartiers (JFC) in Brunssum. Die operativen Hauptquartiere der Nato sind unter der Führung des strategischen Hauptquartiers der Nato in Mons für die Planung und Ausführung von militärischen Operationen zuständig. Die Zuständigkeit für Deutschland und die Ostflanke liegt beim JFC Brunssum.

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