Natascha Ochsenknecht analysiert Gil Ofarims Dschungel-Auftritt

„Er muss diese Fassade wahren“

Natascha Ochsenknecht analysiert Ofarims Dschungelcamp-Auftritt


Aktualisiert am 26.01.2026 – 12:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Gil Ofarim: Der Sänger polarisiert mit seinen Aussagen im Dschungelcamp. (Quelle: RTL)

Die Diskussion um Gil Ofarim nahm im Dschungelcamp rasch Fahrt auf. Während er selbst schweigt, mischen sich Prominente außerhalb des Camps ein.

Im Dschungelcamp 2026 stand bereits in der Auftaktsendung ein Thema im Raum, das weit über die Grenzen der RTL-Show hinausreicht: Gil Ofarim verweigert jede Auskunft zur sogenannten Davidstern-Affäre. 2021 hatte der Musiker einem Leipziger Hotelmitarbeiter Antisemitismus vorgeworfen, später gestand er während eines Gerichtsprozesses, den Vorfall erfunden zu haben. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Viele RTL-Zuschauer dürften nun enttäuscht sein, dass er sich nicht zu dem Skandal äußert. Auf sein Schweigen reagiert auch eine prominente Bekannte.

Als Ofarim im Camp das Stichwort „Verschwiegenheitserklärung“ fallen ließ, war klar: Über die Geschehnisse in einem Leipziger Hotel wird er sich nicht äußern. Auch als andere Kandidaten das Thema aufgriffen, blockte er ab und verweigerte unter anderem eine Antwort auf die Nachfrage, ob er Reue empfinde. Das löste unter anderem bei Mitcamperin Ariel heftigere Reaktionen aus.

Auch außerhalb des Camps wurde das Verhalten des 43-Jährigen am Sonntag thematisiert. In der Dschungelcamp-Begleitsendung „Die Stunde davor“ kam Natascha Ochsenknecht zu Wort. Die 61-Jährige kennt Gil Ofarim seit seiner Kindheit über seinen inzwischen verstorbenen Vater, den Musiker Abi Ofarim. Persönlichen Kontakt habe sie zuletzt aber nicht mehr gehabt.

Dennoch äußerte sie sich klar zur aktuellen Situation im Dschungelcamp. Dass Ofarim sich so zurücknehme, überraschte sie: „Was ich schade finde, ist, er wirkt so emotionslos“, sagte sie in der Sendung und führte aus: „Ich glaube, er muss diese Fassade wahren. Trotzdem hätte er es anders verpacken können. Er könnte es verallgemeinern, wie zum Beispiel: ‚Ich habe in der Vergangenheit Fehler begangen.‘ So könnte man das ja auch verpacken.“

Ochsenknecht beschrieb Ofarim als leidenschaftlich und musikbegeistert. Entsprechend irritiert sei sie von seinem zurückhaltenden Auftreten. Sie kenne ihn gar nicht so kühl.

Im Gespräch wird zudem deutlich, dass Ofarim ihrer Ansicht nach bewusst ist, wie kritisch sein Verhalten wahrgenommen wird. Ochsenknecht sagte: „Gil weiß natürlich, dass er Mist gebaut hat. Jetzt kriegt er permanent einen drauf. Bei allem, was er sagen würde, hat er vielleicht Angst, wieder einen draufzubekommen. Er muss offener werden, aber das geht ja nicht.“ Dabei verwies sie erneut auf die Verschwiegenheitserklärung.

Auch Julian F. M. Stoeckel beschrieb Ofarim in der RTL-Show als „ein bisschen geläutert“ und vermutet, er wäge seine Worte nun besonders sorgfältig ab. Doch für Ochsenknecht wirft vor allem die späte Thematisierung des Verschwiegenheitsvertrags Fragen auf. Sie wundert sich: „Er ist jetzt in den Dschungel gekommen, hat seine Gage kassiert. Eigentlich hätte man das alles ja vorher wissen müssen, dass da irgendwie so ein Vertrag ist. Wer weiß, ob er dann überhaupt in den Dschungel gegangen wäre. Auf einmal taucht (diese Erklärung, Anm. d. Red.) so auf. Das ist auch etwas komisch.“

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