Verband greift durch
Homophobe Äußerungen: Motorsport-Star suspendiert
18.03.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Nascar-Fahrer verspottete einen IndyCar-Pilot in einem Livestream mit homophoben Aussagen. Nun zieht der Motorsportverband Konsequenzen – und auch sein Team reagiert.
US-Motorsportler Daniel Dye ist auf unbestimmte Zeit suspendiert worden. Der Grund: homophobe Äußerungen. Er hatte kürzlich IndyCar-Pilot David Malukas in einem Livestream in hoher Tonlage nachgeäfft und dessen Stimme als schwul bezeichnet. Über den Wortlaut des besagten Videos, das im Internet kursierte, berichtete die „New York Times“.
Auch Dyes Team Kaulig Racing stellte ihn vorerst frei. Der 22-Jährige fährt für Kaulig Racing in der Truck-Serie. Vom Motorsportverband Nascar wurde Dye aufgrund der „unangebrachten Äußerungen“ dazu verpflichtet, an einem Sensibilisierungstraining teilzunehmen. Erst dann könnte er wieder zurückkehren.
Dye bat anschließend Malukas um Entschuldigung. Er schrieb: „Ich habe mich unpassend ausgedrückt und verstehe, warum das bei manchen Menschen Anstoß erregt hat.“ Und weiter: „Es tut mir leid für alle, die sich dadurch gekränkt gefühlt haben. So möchte ich mich nicht präsentieren.“ Er habe enge Freunde in der LGBTQ+-Community, so Dye, „von denen ich niemals möchte, dass sie sich wegen meiner Äußerungen minderwertig fühlen. Genau deshalb sollte ich mich an höhere Maßstäbe halten.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Dye gesperrt wurde. Bereits während seiner Zeit in der Tourenwagenrennserie Arca hatte er eine Sperre erhalten. Mit 18 Jahren war er an einer Highschool in Florida festgenommen und wegen schwerer Körperverletzung angeklagt worden. Er hatte einem Mitschüler einen Schlag in den Unterleib versetzt. Dye sagte damals, es sei ein Spiel gewesen. Nachdem die Anklage von einem Verbrechen auf ein Vergehen herabgestuft wurde, durfte er wieder starten.
