Schwerer Schicksalsschlag
Neuer Co-Trainer von Nagelsmann hat eine tragische Geschichte
25.03.2026 – 20:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Zumindest bis zur WM soll Alfred Schreuder die deutsche Nationalmannschaft unterstützen. In seinem Leben musste er schon einen schweren Schicksalsschlag verkraften.
Er ist der neue Helfer von Bundestrainer Julian Nagelsmann: Alfred Schreuder. Seit Montag ist der 53-Jährige neuer Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft und soll Nagelsmann sowie dessen Team bis einschließlich der Weltmeisterschaft im Sommer unter die Arme greifen.
Schreuder und der Bundestrainer kennen sich gut: Zwischen 2016 und 2018 arbeiteten sie bereits bei der TSG Hoffenheim zusammen. Danach war Schreuder auch noch für den FC Barcelona als Co-Trainer tätig, bevor er seine Karriere als Cheftrainer von Club Brügge, Ajax Amsterdam und in den Vereinigten Arabischen Emiraten zunächst bei Al-Ain und dann bei Al-Nasr fortsetzte. Aktuell steht er in Saudi-Arabien bei Al-Diraiyah FC an der Seitenlinie. Schon am Freitag im ersten Testspiel gegen die Schweiz wird er dann erstmals seinen „Zweitjob“ als Nagelsmann-Co ausüben.
Während Schreuder beruflich schon einige Erfolge feierte, unter anderem einmal spanischer Pokalsieger, zweimal niederländischer Pokalsieger und zweimal niederländischer Meister wurde, musste er privat einen tragischen Schicksalsschlag hinnehmen.
Im Jahr 2006 verstarb Schreuders Tochter Anouk im Alter von sechs Jahren an einem Hirntumor. Der gebürtige Niederländer sprach bereits vor Jahren mit dem „Kicker“ über seinen Verlust und wie er ihn prägte: „Auch danach hast du Angst um deine Kinder, dass wieder so etwas passieren kann“, sagte er. „Es geht nicht weg, aber man lernt, damit zu leben“, so Schreuder weiter.
Der Verlust hat Schreuder aber gelehrt, Herausforderungen und Rückschläge im Leben richtig einzuordnen. „Indirekt ist es auch eine Antwort auf die Frage, warum es mir leichtfällt, Spielern zu sagen, warum sie nicht spielen. Wenn du deine Tochter verloren hast – was gibt es Schwierigeres?“, erklärte er etwa. Auch eine mögliche Entlassung bei einem Klub kann er gelassener hinnehmen: „Es gibt viel Kraft. Wenn man dann über sich die Frage liest, ob man als Trainer wackelt, dann kann man darüber nur lächeln“, sagte Schreuder.
