Bundesanwaltschaft
Nächste Anklage gegen Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette
Aktualisiert am 27.03.2026 – 09:38 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Landgericht Verden sitzt Daniela Klette schon wegen Raubüberfällen auf der Anklagebank. Deutschlands oberste Strafverfolger erheben nun eigene schwere Vorwürfe.
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben. Das teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Sie wirft der 67-Jährigen zweifachen versuchten Mord, die Beteiligung an versuchten und vollendeten Sprengstoffanschlägen, erpresserischen Menschenraub sowie besonders schweren Raub in Mittäterschaft vor. Zuerst hatten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichtet.
In der Anklage der Bundesanwaltschaft geht es um Verbrechen, die Klette während ihrer Zeit bei der Roten Armee Fraktion begangen haben soll. Sie gehörte der sogenannten dritten Generation der RAF an. Ihre Mitgliedschaft in der linksterroristischen Vereinigung selbst ist mittlerweile verjährt. Die Karlsruher Behörde legt Klette aber unter anderem die Mittäterschaft bei RAF-Anschlägen zwischen 1990 und 1993 zur Last. Die Taten ereigneten sich in Bonn sowie im südhessischen Eschborn und Weiterstadt.
Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss nun entscheiden, ob und wann es zum Prozess kommt.
Gegen Klette läuft bereits seit Anfang März 2025 ein Prozess. Dabei geht es um den Verdacht schwerer Raubüberfälle von 1999 bis 2016 – also nach der Auflösung der RAF im Jahr 1998.
