Wegen Gaskrise: Anteil an erneuerbarer Energie steigt deutlich

Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen stagniert

Aus Biomasse und biogenem Abfall wurde im ersten Halbjahr 2022 eine Strommenge von knapp 26 TWh erzeugt. Dies entsprach in etwa dem Wert des Vorjahres. Auch die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen lag mit knapp zehn TWh auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der Wasserkraft an der erneuerbaren Stromerzeugung sank aufgrund des Zubaus bei Wind- und Sonnenenergie kontinuierlich und lag nun bei nur noch sieben Prozent.

Die Bilanz wurde von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik beim Umweltbundesamt erstellt. Diese Gruppe bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz die Nutzung der erneuerbaren Energien und erstellt kontinuierlich auf der Grundlage aktuell verfügbarer Daten Berichte zur Entwicklung der erneuerbaren Energien.

Baerbock: Erneuerbare Energien als “beste Sicherheitsgarantie”

“Erneuerbare Energie bedeutet auch Freiheit in diesen Zeiten”, sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) beim Petersberger Klimadialog. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hob die Grünen-Politikerin die Wichtigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien hervor. Sie seien “die beste Sicherheitsgarantie dafür, unabhängig zu werden von fossilen Importen und damit auch unabhängig zu werden von autokratischen Regierungen weltweit”, sagte Baerbock am Montag bei dem Treffen mit mehr als 40 Staaten in Berlin.

Baerbock sagte, Deutschland habe mit der Reaktivierung von Kohlekraftwerken schwere Entscheidungen treffen müssen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Dies bedeute aber nicht, dass die Bundesregierung bei ihrem Elan für den Ausbau erneuerbarer Energien nachlasse. Das Gegenteil sei der Fall, die Anstrengungen würden deutlich verstärkt. Sie sei überzeugt, dass der russische Angriffskrieg zu einem “Booster für den Ausbau der erneuerbaren Energien” werde.

Die deutsche Außenministerin warb zugleich für ein international abgestimmtes Handeln im Kampf gegen die Erderwärmung. “Die Klimakrise macht an keiner Grenze halt.” Sie sei “mittlerweile das größte Sicherheitsproblem für alle Menschen auf dieser Erde”. Deswegen dürften auch die Antworten auf die Klimakrise “an keiner Grenze haltmachen”, so Baerbock.

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