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Samstag, Juli 2, 2022

Trump für bewaffnete Lehrer und Polizisten an Schulen

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Zäune und neue Türen an Schulen als Schutz

Konkret forderte Trump mehr Maßnahmen an Schulen. Diese sollten von bewaffneten Polizisten bewacht werden, Sicherheitszäune und bessere Türen bekommen, die verschlossen werden können. Unter Applaus der Menge schlug Trump vor, dass ausgebildete Lehrer Waffen – auch verdeckt – tragen sollen. Es sei keine Frage des Geldes, sondern des Willens, die Schulen bundesweit auszubauen. “Wir haben Milliarden für die Ukraine, dann sollten wir auch Geld haben, um unsere Kinder zu schützen.” Waffenfreie Zonen, wie oft für Schulen vorgeschlagen, würden nichts bringen – sagte Trump in einem Saal, in dem vor seinem Auftritt Waffen verboten wurden.

Den “Linken” – gemeint sind die Demokraten – in den USA warf Trump vor, nicht nur bestimmte Waffentypen verbieten zu wollen, sondern alle Waffen beschlagnahmen zu wollen. “Das Recht, Waffen zu tragen, ist bedroht, aber wir lassen es uns nicht nehmen.”

US-Präsident Joe Biden hatte nach dem jüngsten Amoklauf in Texas gesagt: “Ich habe einfach satt, was da vor sich geht”, und warb einmal mehr für eine Reform der Waffengesetze im Land. Viele Änderungen könnten einen Unterschied machen, ohne dass sich dies negativ auf den zweiten Verfassungszusatz auszuwirken würde.

Die Schauspielerin Mia Farrow kritisierte Trump auf Twitter: “Er kann Videospiele, psychische Gesundheit oder unzureichenden Schutz in den Schulen verantwortlich machen. Aber Menschen in allen Ländern haben psychische Erkrankungen. Menschen in den meisten Ländern spielen die gleichen Videospiele. Nur in den USA gibt es regelmäßige Massenerschießungen.

Cruz: “Das Böse ist zu oft geschehen”

Bei seiner Ansprache sagte der texanische Senator Ted Cruz, dass man “heute unter erdrückender Dunkelheit” zusammenkomme – und verwies auf den Amoklauf in Uvalde. In seiner Rede betonte er “das Böse”, dass er für solche Ereignisse verantwortlich machte. Er sprach von einem “bösen Täter”, beklagte sich, dass “das Böse viel zu oft geschehen sei” und dass Monster wie der Täter das “Bild des Bösen” darstellten. Verantwortlich machte er den Verfall der Kultur, der sich in weniger Kirchenbesuchen zeige, und eine nicht näher definierte Elite in Washington – wo Cruz selbst als Senator arbeitet.

Eine Einschränkung des Waffenrechts würde da nicht helfen. Seine Vorschläge, ähnlich wie von Trump: Schulen sollten nur einen Eingang haben, dieser soll von bewaffneten Polizisten oder Reservisten bewacht werden, Türen in Schulen sollen schusssicher sein, Notausgänge sich nur nach außen öffnen lassen. Man müsse außerdem “schlechte Menschen stoppen und Gewalttäter ins Gefängnis sperren.”

Senator Ted Crz spricht bei der NRA-Tagung über die “Natur des Bösen” – und verteidigt das Recht, Waffen zu tragen. (Quelle: Shannon Stapleton/Reuters-bilder)

Gouverneur sagte Auftritt ab

Bei der Tagung gab es einige Absagen. So strich der texanische Gouverneur Greg Abbott nach dem Schulmassaker seine Teilnahme an dem Jahrestreffen im George R. Brown Convention Center.

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