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Samstag, Juli 2, 2022

Schweiz und Israel melden Affenpocken-Fälle

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Immer mehr Länder melden Fälle von Affenpocken. Nachdem am Wochenende Patienten in Deutschland registriert wurden, haben auch die Schweiz und Israel am Virus Erkrankte entdeckt.

In der Schweiz ist am Samstag ein erster Fall von Affenpocken bestätigt worden. Das Virus sei im Kanton Bern nachgewiesen worden, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden mit. Die betroffene Person sei offenbar im Ausland mit dem Virus in Berührung gekommen. Es seien umgehend Maßnahmen zur Kontaktnachverfolgung eingeleitet worden.

Die Schweizer Top-Virologin Isabella Eckerle sieht derzeit keine große Gefahr: “Ich glaube dennoch nicht, dass man sich auf breiter Bevölkerungsebene aktuell (grosse) Sorgen deswegen machen muss.” Der aktuelle Ausbruch solle allerdings zu einer Strategie für die nächsten Jahre anregen, wie man sich langfristig auf Pocken-Ausbrüche vorbereiten kann. Dabei müsse auch die “freigewordene ökologische Nische durch Ausrottung der echten Pocken” untersucht werden, schrieb sie auf Twitter.

Auch in Israel ist ein Fall von Affenpocken bestätigt worden. Ein Test bei einem jungen Mann mit entsprechenden Symptomen sei positiv ausgefallen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Der Mann, der im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv in einem Isolationsraum behandelt wird, sei in gutem Zustand. Der Patient war den Angaben zufolge zuletzt aus dem Ausland zurückgekommen. Dort sei er in Kontakt mit einem an Affenpocken erkrankten Menschen gewesen. Das Ministerium rief Einwohner dazu auf, sich an ihren behandelnden Arzt zu wenden, sollten sie nach einer Auslandsreise Fieber und einen Bläschenausschlag entwickeln. Es hatte in Israel bereits 2018 einen dokumentierten Fall von Affenpocken gegeben.

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