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Mittwoch, Mai 25, 2022

Russland schränkt Zugang zu kremlkritischem Sender ein

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Moskau (dpa) – Inmitten des Kriegs gegen die Ukraine geht Russland gegen den bekannten kremlkritischen Radio-Sender Echo Moskwy vor.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft forderte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Dienstagabend auf, den Zugang zur Internetseite des Senders einzuschränken. Wenig später schrieb Chefredakteur Benedikt Wenediktow, die Radioübertragung funktioniere bereits nicht mehr. Sein Stellvertreter Maxim Kurnikow meinte hingegen, in mehreren russischen Städten hätten die Menschen Echo Moskwy zunächst noch über ihre Radios hören können.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Sender unter anderem die Verbreitung von “wissentlich falschen Angaben” vor. Die Medienaufsicht hatte Echo und andere kritische Medien schon zuvor beschuldigt, über den Angriff Russlands auf die Ukraine falsche Informationen verbreitet zu haben. Moskau bezeichnet die Invasion im Nachbarland offiziell als “Militäroperation” – und hat Medien untersagt, Begriffe wie “Angriff” oder “Invasion” zu verwenden. Auch dem Online-Sender Doschd droht nun die Blockade.

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