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Samstag, Juli 2, 2022

Port Harcourt – Polizei: 31 Tote bei Massenpanik in Nigeria

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Lagos (dpa) – Bei einer Massenpanik kurz vor Beginn einer Kirchenveranstaltung in Nigeria sind nach Polizeiangaben 31 Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden am Samstagmorgen bei dem Unglück in der Stadt Port Harcourt im Süden des Landes verletzt, wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Eine große Menschenmenge war nach Angaben von Polizeisprecherin Grace Iringe-Koko zusammengekommen, um kostenlose Lebensmittelspenden entgegenzunehmen. Dabei sei es zu einer Massenpanik gekommen, sagte sie der dpa weiter. Ersten Berichten zufolge könnte Gedränge kurz vor Beginn der Veranstaltung die Massenpanik ausgelöst haben.

Zahlreiche Teilnehmer seien für die Veranstaltung gekommen, berichtete auch die Zeitung “Punch”. Einige Menschen hätten sich bereits seit Freitag eingefunden, hieß es weiter. Als am Samstagmorgen dann ein kleines Tor geöffnet wurde, habe die Menge möglicherweise versucht, sich Zutritt zu verschaffen.

Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit

Die Toten und Verletzten wurden Berichten zufolge in das nahe gelegene Militärkrankenhaus von Port Harcourt gebracht.

In der Vergangenheit war es bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Im Juli starben in Maiduguri im Nordosten Nigerias sieben Menschen, als eine Hilfsorganisation kostenlose Lebensmittel verteilte.

Weltweit kommt es bei religiösen Massenfesten immer wieder zu Katastrophen. Erst vor etwa einem Jahr starben bei einer Massenpanik in Israel 45 Menschen. Bei dem religiösen Fest auf dem Berg Meron hatten sich im Ende April 2021 rund 100.000 Menschen versammelt, als Teilnehmer auf einer abschüssigen Rampe ins Rutschen kamen.

Die Explosion von Feuerwerkskörpern neben einem Hindu-Tempel und die anschließende Panik kostete beim indischen Neujahrsfest Vishu in Paravur im April 2016 mehr als 100 Menschen das Leben. Bei einer Massenpanik auf der islamischen Wallfahrt nach Mekka starben im September 2015 in Saudi-Arabien nach Regierungsangaben 769 Menschen, inoffizielle Berechnungen gehen von rund 2000 Todesopfern aus.

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