Newsblog zur Hitzewelle: Spanien: Zweites Todesopfer durch Waldbrände

Ein Feuerwehrmann kämpft zwischen den Orten Tabara und Losacio gegen die Flammen. (Quelle: Isabel Infantes/Reuters-bilder)

Experten: Hälfte der EU von Dürre bedroht

13.25 Uhr: Rund die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union ist nach Expertenangaben derzeit von Dürre bedroht. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag einen Bericht ihres Forschungszentrum zur Trockenheit im Juli, demzufolge auf 46 Prozent des EU-Gebiets ein “Risiko” für Dürre besteht. Für weitere elf Prozent des Gebiets gelte mangels Regen sogar bereits der Alarmzustand mit Folgen für Vegetation und Ernte.

“Frankreich, Rumänien, Spanien, Portugal und Italien werden wahrscheinlich mit einem Rückgang der Ernteerträge zu kämpfen haben”, erklärten die Experten im Auftrag der EU-Kommission. Aber auch Deutschland, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien seien “bis zu einem gewissen Grad betroffen”. Am stärksten ist die Trockenheit demnach im norditalienischen Po-Becken.

Die Experten sprechen in ihrem Bericht von einer “atemberaubenden” Entwicklung. Wenn die bis September prognostizierte Trockenheit anhalte, würden sich die Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Wasserversorgung wie auch die Energiegewinnung durch Wasserkraftanlagen noch verschärfen.

Bundesregierung bereitet keinen nationalen Hitzeschutzplan vor

13.14 Uhr: Die Bundesregierung bereitet bisher keinen nationalen Hitzeschutzplan für diesen Sommer vor. Nach der Verfassung sei das Thema Hitzeschutz und Hitzevorsorge “vor allem eine Aufgabe der Kommunen”, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag in Berlin. Die Bundesregierung sei aber nicht untätig. So gebe es für die Kommunen etwa Förderprogramme zur Klimaanpassung von sozialen Einrichtungen wie Altenheimen und Kindertagesstätten.

Der Ärzteverband Marburger Bund hatte am Montag einen nationalen Hitzeschutzplan gefordert. “Die Politik muss ihre Anstrengungen für Schutzmaßnahmen in Hitzephasen deutlich ausbauen”, sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Städte und Kommunen brauchen Hitzeschutzpläne, damit sich Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens besser auf Hitzewellen vorbereiten können, am besten geregelt durch einen nationalen Hitzeschutzplan.”

Großbritannien: Einschränkungen für Bahnverkehr angekündigt

11.46 Uhr: Für die Hauptbahntrasse entlang der englischen Ostküste zwischen London, York und Leeds wurde aufgrund der erwarteten Hitze für Dienstag eine Streckensperrung angekündigt. Zudem wurden in weiten Teilen des Vereinigten Königreichs Höchstgrenzen für die Geschwindigkeit von Zügen eingeführt. Befürchtet wird, dass die hohen Temperaturen Schäden an den Gleisanlagen verursachen, wenn sich der Stahl ausdehnt. Es wird mit zahlreichen Ausfällen und Verspätungen gerechnet.

Bahngleise in Großbritannien: Befürchtet wird, dass die hohen Temperaturen Schäden an den Gleisanlagen verursachen.
Bahngleise in Großbritannien: Befürchtet wird, dass die hohen Temperaturen Schäden an den Gleisanlagen verursachen. (Quelle: Dinendra Haria/imago-images-bilder)

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