Newsblog zur Hitzewelle: Niedriger Rheinpegel bedroht Schiffsverkehr

Patientenschützer werfen Bund und Ländern Untätigkeit vor

14.46 Uhr: Vor Beginn einer angekündigten Hitzewelle in Deutschland hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Bund und Ländern Untätigkeit beim Hitzeschutz in Pflegeheimen und Kliniken vorgeworfen. “Mit den aktuell steigenden Temperaturen überbieten sich Politik und Verbände mit Vorschlägen”, sagte Vorstand Eugen Brysch der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Er kritisierte aber, dass weder Kommunen noch Bund und Länder bereit seien, Milliarden in einen Hitzeschutzschild für Pflegeheimbewohner, Krankenhauspatienten und besonders gefährdete Menschen zu investieren.

Brysch forderte die Klimaminister auf, ein 25-Grad-Ziel für die stationären Einrichtungen sicherzustellen. “Bundestag und Länderparlamente tun nichts, um ihre Regierungen auf dieses Hitzeschutz-Ziel zu verpflichten”, sagte der Patientenschützer weiter.

Niedriger Rheinpegel belastet Schifffahrt

13.54 Uhr: Niedrige Wasserstände infolge des trockenen Wetters schränken die Frachtschifffahrt auf dem Rhein ein. An der kritischen Engstelle Kaub in der Nähe von Koblenz sei der Wasserstand inzwischen so niedrig, dass die Schiffseigner in den kommenden Tagen feststellen könnten, dass die Schifffahrt nicht mehr sicher sei, erklärten Rohstoffhändler am Montag.

Die Wasserstände sind über das Wochenende erneut gesunken, und das Niedrigwasser behindert die Schifffahrt auf dem gesamten Fluss in Deutschland südlich von Duisburg und Köln. Frachtschiffe können schon seit Tagen nicht mehr vollbeladen auf dem Rhein fahren. Der Fluss ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. Flaches Wasser führt zu Zuschlägen auf die Frachtraten und damit zu höheren Kosten für die Frachteigentümer.

Spanien: Zweites Todesopfer durch Waldbrände

13.45 Uhr: Bei verheerenden Waldbränden im Nordwesten Spaniens hat es ein zweites Todesopfer gegeben. In der Nähe der Ortschaft Escober de Tábara in der Provinz Zamora sei ein 69-jähriger Schäfer tot aufgefunden worden, teilten die örtlichen Behörden am Montag mit. In der Nachbargemeinde Losacio war bereits ein Feuerwehrmann beim Löschen der Flammen ums Leben gekommen.

Spanien leidet seit einer Woche unter einer massiven Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 44 Grad. Die Hitze verbunden mit extremer Trockenheit hatte zahlreiche Brände ausgelöst, zehntausende Hektar Wald wurden seitdem bereits vernichtet. Am Montag galt in fast ganz Spanien weiterhin die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe.

Ein Feuerwehrmann kämpft zwischen den Orten Tabara und Losacio gegen die Flammen. (Quelle: Isabel Infantes/Reuters-bilder)

Experten: Hälfte der EU von Dürre bedroht

13.25 Uhr: Rund die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union ist nach Expertenangaben derzeit von Dürre bedroht. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag einen Bericht ihres Forschungszentrum zur Trockenheit im Juli, demzufolge auf 46 Prozent des EU-Gebiets ein “Risiko” für Dürre besteht. Für weitere elf Prozent des Gebiets gelte mangels Regen sogar bereits der Alarmzustand mit Folgen für Vegetation und Ernte.

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