Newsblog zur Hitzewelle: Landebahn schmilzt – Britische Luftwaffe schließt Basis

Bauernverband rechnet mit Ernte-Einbußen

15.00 Uhr: Der heiße und trockene Sommer wird zur Gefahr für die Lebensmittelerzeugung: Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnte in der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Montag vor “großen Einbußen” bei der Ernte. Bei der Getreideernte habe das Wetter bereits Spuren hinterlassen. Angesichts der Trockenheit schlug auch die EU Alarm: In fast der Hälfte des EU-Gebiets bestehe derzeit ein Risiko für Dürre – und auch Deutschland müsse mit einem Ernerückgang rechnen.

Für die deutschen Bauern sei das heiße Wetter “in einigen Regionen ein großes Problem”, sagte Ruckwied. Auch Feldfrüchte wie Mais oder Kartoffeln, bei denen die Ernte noch anstehe, würden “unter den hohen Temperaturen leiden”. Sollte es in nächster Zeit nicht regnen, werde es hier “zu großen Einbußen kommen”.

Brandstifter in Rom gefasst

14.52 Uhr: Nach einem Waldbrand in der italienischen Hauptstadt Rom hat die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Eine Sprecherin bestätigte die Festnahme des 62 Jahre alten Italieners auf Nachfrage. Am Sonntag hatten in einer Grünanlage im Westen der Stadt Flammen gelodert. Über dem Zentrum lag danach starker Qualmgeruch. Der Brand erregte Aufsehen, weil in Rom zuletzt mehrfach große Feuer in Wäldern und Parks ausgebrochen waren. “Wer solche schweren kriminellen Taten begeht, muss wissen, dass das nicht ungestraft bleibt”, schrieb Bürgermeister Roberto Gualtieri.

Patientenschützer werfen Bund und Ländern Untätigkeit vor

14.46 Uhr: Vor Beginn einer angekündigten Hitzewelle in Deutschland hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Bund und Ländern Untätigkeit beim Hitzeschutz in Pflegeheimen und Kliniken vorgeworfen. “Mit den aktuell steigenden Temperaturen überbieten sich Politik und Verbände mit Vorschlägen”, sagte Vorstand Eugen Brysch der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Er kritisierte aber, dass weder Kommunen noch Bund und Länder bereit seien, Milliarden in einen Hitzeschutzschild für Pflegeheimbewohner, Krankenhauspatienten und besonders gefährdete Menschen zu investieren.

Brysch forderte die Klimaminister auf, ein 25-Grad-Ziel für die stationären Einrichtungen sicherzustellen. “Bundestag und Länderparlamente tun nichts, um ihre Regierungen auf dieses Hitzeschutz-Ziel zu verpflichten”, sagte der Patientenschützer weiter.

Niedriger Rheinpegel belastet Schifffahrt

13.54 Uhr: Niedrige Wasserstände infolge des trockenen Wetters schränken die Frachtschifffahrt auf dem Rhein ein. An der kritischen Engstelle Kaub in der Nähe von Koblenz sei der Wasserstand inzwischen so niedrig, dass die Schiffseigner in den kommenden Tagen feststellen könnten, dass die Schifffahrt nicht mehr sicher sei, erklärten Rohstoffhändler am Montag.

Die Wasserstände sind über das Wochenende erneut gesunken, und das Niedrigwasser behindert die Schifffahrt auf dem gesamten Fluss in Deutschland südlich von Duisburg und Köln. Frachtschiffe können schon seit Tagen nicht mehr vollbeladen auf dem Rhein fahren. Der Fluss ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. Flaches Wasser führt zu Zuschlägen auf die Frachtraten und damit zu höheren Kosten für die Frachteigentümer.

Spanien: Zweites Todesopfer durch Waldbrände

13.45 Uhr: Bei verheerenden Waldbränden im Nordwesten Spaniens hat es ein zweites Todesopfer gegeben. In der Nähe der Ortschaft Escober de Tábara in der Provinz Zamora sei ein 69-jähriger Schäfer tot aufgefunden worden, teilten die örtlichen Behörden am Montag mit. In der Nachbargemeinde Losacio war bereits ein Feuerwehrmann beim Löschen der Flammen ums Leben gekommen.

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