Hitzewelle in Europa | Londons Bürgermeister: Feuerwehr unter Druck

Am Mittwoch findet in Berlin das traditionelle Bundeswehr-Gelöbnis im Berliner Bendlerblock statt. Damit beginnen rund 400 Rekrutinnen und Rekruten ihren Dienst bei der Bundeswehr. Mit der alljährlichen Zeremonie zum Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 unterstreicht die Bundeswehr ihr Traditionsverständnis.

Hitzevorkehrung: Kapazität von Akw-Meilern in Belgien halbiert

17.50 Uhr: Wegen der Hitze in Belgien ist die Kapazität der Atommeiler Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen um die Hälfte reduziert worden. Es bestehe die Gefahr, dass das Kühlwasser zu warm werde, teilte der Betreiber Engie mit, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

In Belgien wurde am Dienstag der wärmste 19. Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1892 registriert. An der Wetterstation des Königlich Meteorologischen Instituts (KMI) in der Brüsseler Gemeinde Uccle – dem Referenzort für die Messungen – wurden am frühen Nachmittag 36,4 Grad gemessen, wie David Dehenauw vom KMI auf Twitter mitteilte. Dies war die vierthöchste Temperatur, die überhaupt jemals in Belgien gemessen worden ist.

In diesen Orten wurden heute Höchsttemperaturen gemessen

Für den späten Nachmittag wurden in Deutschland Rekordtemperaturen erwartet. An welchen Orten es besonders heiß wurde lesen Sie hier.

CDU-Verteidigungsexperte fordert Löschflugzeuge für Katastrophenfall

17.35 Uhr: Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Henning Otte, hat den Kauf von Löschflugzeugen für Einsätze der Bundeswehr im Katastrophenfall gefordert. “Wald- und Flächenbrände wie derzeit in Frankreich können nur aus der Luft bekämpft werden – und zwar mit Löschflugzeugen, über die schon vorhandenen Hubschrauber hinaus”, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. “Die Bundesregierung muss endlich handeln und Transportflugzeuge der Bundeswehr so ausrüsten oder beschaffen, dass sie wirksam zum Löschen von Waldbränden eingesetzt werden können – auch wenn das keine Kernaufgabe der Streitkräfte ist.”

Fragen von Zuständigkeiten seien zweitrangig, wenn es um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gehe, sagte Otte, der auch Sprecher Ländlicher Raum der Unionsfraktion ist. Er hatte sich 2019 zusammen mit dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu für den Kauf von Löschflugzeugen stark gemacht, ohne dass die Initiative von der großen Koalition umgesetzt wurde.

“Jeden Sommer bedrohen Waldbrände die Menschen in Deutschland und Europa. An Frankreichs Westküste zerstören die Feuer gerade ganze Landschaften. Langanhaltende Trockenheit und zunehmende Höchsttemperaturen erhöhen die Gefahren, und die zivilen Helfer stoßen immer häufiger an ihre Grenzen”, sagte Otte nun. Deutschland müsse “im Ernstfall gegen große Waldbrände gewappnet sein”. Er sprach von einer Lücke im Schutz, die geschlossen werden müsse. Beim großen Brand in seiner Heimatregion, der Lüneburger Heide, hätten 1975 französische Flugzeuge bei der Bekämpfung des Feuers unterstützt.

Löschflugzeug in Frankreich: Otte nahm Bezug auf die Waldbrände in Frankreich (Symbolbild). (Quelle: Peter Seyfferth/imago-images-bilder)

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