Hitzewelle in Europa: Landebahn schmilzt – Britische Luftwaffe schließt Basis

Diese Regel gelte auch für zuggebundene Tickets, also Spar- und Supersparpreise. Auch die Sitzplatzreservierungen lassen sich der Bahn zufolge kostenfrei stornieren. Meteorologen erwarten für diese Woche Temperaturen bis zu 40 Grad. Höhepunkt der extremen Hitze im Westen und Südwesten ist dem Deutschen Wetterdienst zufolge der Dienstag. Am Mittwoch verlagert sich die Hitze in den Osten und Nordosten.

Bericht: Landebahn von britischer Militärbasis geschmolzen

16.39 Uhr: Die britische Luftwaffe hat Starts und Landungen von Flugzeugen auf ihrem größtem Stützpunkt Brize Norton in Oxfordshire, westlich von Oxford, gestoppt. Das berichtet der Fernsehsender Sky News. Die Landebahn sei aufgrund der Hitze geschmolzen, heißt es unter Berufung auf eine Militärquelle. Es seien Notfallpläne in Kraft, um militärische Operationen nicht zu gefährden.

Maschine auf dem Stützpunkt Brize Norton in Oxfordshire (Archivbild): Aktuell dürfen dort keine Flugzeuge starten oder landen. (Quelle: Paul Ellis – WPA Pool/getty-images-bilder)

Tausende in Frankreich wegen Waldbränden evakuiert

15.31 Uhr: Wegen der anhaltenden Waldbrände an der südfranzösischen Atlantikküste mussten auch am Montag Tausende Menschen vorsichtshalber ihre Häsuer verlassen. Nach Angaben der Präfektur für die Gironde waren bei Teste-de-Buch etwa 8.000 Menschen betroffen. Bei Landiras wurden zunächst 3.500 Menschen in Sicherheit gebracht, am Nachmittag begann dann die Räumung weiterer Gemeinden. Bereits zuvor waren wegen der seit Dienstag wütenden Brände in dem Gebiet mehr als 16.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die beiden Feuer südlich von Bordeaux griffen am Montag weiter um sich. Mittlerweile verbrannten sie etwa 14.800 Hektar Land. Das entspricht etwas mehr als der Gesamtfläche des Stadtgebiets von Bonn.

Bauernverband rechnet mit Ernte-Einbußen

15.00 Uhr: Der heiße und trockene Sommer wird zur Gefahr für die Lebensmittelerzeugung: Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnte in der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Montag vor “großen Einbußen” bei der Ernte. Bei der Getreideernte habe das Wetter bereits Spuren hinterlassen. Angesichts der Trockenheit schlug auch die EU Alarm: In fast der Hälfte des EU-Gebiets bestehe derzeit ein Risiko für Dürre – und auch Deutschland müsse mit einem Ernerückgang rechnen.

Für die deutschen Bauern sei das heiße Wetter “in einigen Regionen ein großes Problem”, sagte Ruckwied. Auch Feldfrüchte wie Mais oder Kartoffeln, bei denen die Ernte noch anstehe, würden “unter den hohen Temperaturen leiden”. Sollte es in nächster Zeit nicht regnen, werde es hier “zu großen Einbußen kommen”.

Brandstifter in Rom gefasst

14.52 Uhr: Nach einem Waldbrand in der italienischen Hauptstadt Rom hat die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Eine Sprecherin bestätigte die Festnahme des 62 Jahre alten Italieners auf Nachfrage. Am Sonntag hatten in einer Grünanlage im Westen der Stadt Flammen gelodert. Über dem Zentrum lag danach starker Qualmgeruch. Der Brand erregte Aufsehen, weil in Rom zuletzt mehrfach große Feuer in Wäldern und Parks ausgebrochen waren. “Wer solche schweren kriminellen Taten begeht, muss wissen, dass das nicht ungestraft bleibt”, schrieb Bürgermeister Roberto Gualtieri.

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