Hitzewelle in Europa: Hitze legt Bahnverkehr in Großbritannien lahm

Brände zerstören Tausende Olivenbäume

9.51 Uhr: Schwere Brände haben südlich der Hafenstadt Rethymno auf Kreta große Flächen landwirtschaftlich genutzten Landes zerstört. Dies sagte am Dienstag der Bürgermeister der Region, Giannis Tatarakis, dem griechischen Nachrichtensender “Real FM”. Bislang seien mehr als 1.850 Hektar landwirtschaftlich genutztes Land verbrannt. “Es handelt sich hauptsächlich um Olivenbäume. Viele Menschen haben gar kein Einkommen mehr”, sagte der Bürgermeister.

Die Feuerwehr dämmte das Feuer mit Löschhubschraubern, Löschflugzeugen und Hunderten Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern ein. Es war am Freitag ausgebrochen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Brandgefahr bleibt wegen der Trockenheit und starker Winde im gesamten Süden Griechenlands sehr hoch, warnte der Zivilschutz am Dienstag.

Hitze legt Bahnverkehr in Großbritannien lahm

9.42 Uhr: Extreme Temperaturen haben am Dienstag den Bahnverkehr in Teilen Großbritanniens lahmgelegt. Wie der Streckennetzbetreiber Network Rail mitteilte, wurde der Betrieb auf den Hauptbahntrassen entlang der englischen Ostküste und in die Midlands komplett eingestellt. Die Menschen wurden aufgerufen, ihre Reisepläne zu ändern.

Zug in Großbritannien: Die Hitze sorgt für enorme Ausfälle. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

“Wir treffen diese Entscheidungen nicht leichtfertig. Unsere Techniker arbeiten sehr hart daran, die Infrastruktur auf ihre Widerstandsfähigkeit angesichts dieser Rekordhitze zu prüfen und wir haben beschlossen, dass wir keine andere Wahl hatten, als sie zu sperren”, sagte der zuständige Network-Rail-Manager Jake Kelly der BBC am Dienstagfrüh.

Erwartet wurden in Teilen Englands im Laufe des Dienstags bis zu 42 Grad Celsius. Sollte sich das bestätigen, wäre es die höchste je gemessene Temperatur in Großbritannien. Der bisherige Temperaturrekord in Großbritannien liegt bei 38,7 Grad und wurde 2019 in Cambridge gemessen. Der britische Wetterdienst Met Office hatte Ende vergangener Woche erstmals eine rote Wetterwarnung wegen Hitze ausgegeben. Die Nacht zum Dienstag war laut Met Office bereits die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Waldbrandgefahr steigt in Teilen Deutschlands

9.19 Uhr: Wegen der ausgetrockneten Böden besteht am Dienstag in Teilen Deutschlands höchste Waldbrandgefahr. Der fünfstufige Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen teilweise die höchste Stufe aus.

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) appellierte an alle Waldbesuchende, besonders vorsichtig zu sein. “Die aktuelle Hitzewelle und die herrschende Trockenheit sorgen dafür, dass die Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe reicht aus, um einen folgenschweren Waldbrand auszulösen”, sagte sie

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