Hitzewelle in Europa: Großbritannien verzeichnet Temperaturrekord

Der Konzern experimentiert derzeit eigenen Angaben zufolge auch mit sogenannten Phasenwechselmaterien. Diese sollen demnach funktionieren wie ein umgekehrter Taschenwärmer: “Durch Hitzestrahlung verwandelt sich das zunächst feste Material in ein dickflüssiges Gel. Dieser Umwandlungseffekt verbraucht Wärme und kühlt dadurch seine Umgebung ab”, hieß es. Getestet werde, inwiefern diese Technik sensible Bauteile schützen kann.

Großbritannien verzeichnet Temperaturrekord

13.14 Uhr: Großbritannien hat laut vorläufigen Daten am Dienstag den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Wie der Wetterdienst Met Office kurz vor der Mittagszeit mitteilte, wurden in Charlwood in der englischen Grafschaft Surrey 39,1 Grad Celsius gemessen. Der bisherige Temperaturrekord in Großbritannien lag bei 38,7 Grad und wurde 2019 in Cambridge erfasst.

Es wurde damit gerechnet, dass die Temperaturen im Laufe des Tages noch weiter nach oben gehen. In Teilen Englands wurden bis zu 42 Grad erwartet. Auch die Nacht zum Dienstag hatte sich bereits als bislang wärmste herausgestellt.

“Das ist nicht “die neue Normalität””, schrieb die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit Blick auf die Rekordtemperaturen auf Twitter. “Die Klimakrise wird weiter eskalieren und schlimmer werden, solange wir unseren Kopf in den Sand stecken und Profit und Gier über Menschen und den Planeten stellen. Wir schlafwandeln noch immer dem Abgrund entgegen.” Der Klimawandel hat Hitzewellen häufiger und wahrscheinlicher gemacht.

Landschaft Surrey Hills (Quelle: robertharding/imago-images-bilder)

Niederlande: Supermarkt liefert kein Essen mehr aus

12.43 Uhr: Wegen der starken Hitze liefert die größte niederländische Supermarktkette Albert Heijn am Dienstagnachmittag keine Einkäufe zu Kunden. Bei erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad sei es nicht zu verantworten, die Fahrer auf die Straße zu schicken, teilte das Unternehmen mit. Zahlreiche Kunden äußerten ihren Unmut in den sozialen Netzwerken.

Wegen der hohen Temperaturen müssen außerdem viele Straßen und Brücken gekühlt werden. Ein ungewohntes Bild bei der Rekordhitze sind Streuwagen auf den Straßen. Das Salz aber wird nicht wegen Glätte gestreut, sondern um den Asphalt zu kühlen, teilte etwa die Kommune Hardenberg mit. Das Salz entzieht der Luft Feuchtigkeit, und die wiederum kühlt den Asphalt ab. Auf diese Weise sollen Schäden und das Kleben der Straßenoberfläche verhindert werden.

In Amsterdam wurden seit dem Morgen die beweglichen Brücken extra mit Wasser gekühlt. Dadurch soll verhindert werden, dass der Stahl sich ausdehnt. Dann könnten Brücken nicht mehr geöffnet werden, um Boote durchzulassen.

Frankreich: Altenheim evakuiert

10.55 Uhr: Die Waldbrände an der französischen Atlantikküste haben sich weiter ausgebreitet. Innerhalb einer Woche versengten sie südlich von Bordeaux 19.300 Hektar Land, wie die zuständige Präfektur für die Gironde am Dienstagmorgen mitteilte. Das entspricht etwas mehr als dem gesamten Stadtgebiet Braunschweigs. Am Dienstag bleibe die Lage ungünstig. Heftige Winde hatten es den Einsatzkräften immer wieder erschwert, die Brände auf trockenen Böden im Zaum zu halten.

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