Er baute Bomben: Rechtsextremist (17) soll Terroranschlag vorbereitet haben

Er gründete eine rechtsextreme Chatgruppe und baute Bomben: Nun sitzt ein 17-jähriger Lehrling im Gefängnis.

Ein 17-jähriger aus Potsdam ist von einem Sondereinsatzkommando der Polizei festgenommen worden. Nach Recherchen von “Welt am Sonntag”, “Politico” und “Insider” wird er vom Staatsschutz als Gefährder eingestuft, er gilt als Mitglied eines weltweiten Neonazi-Netzwerks namens “Feuerkrieg-Division”. Lukas F. wird verdächtigt, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Gemäß den Recherchen wurde er bereits Anfang Juni festgenommen.

Laut dem Bericht hatte F. bei Telegram eine Chatgruppe namens “Totenwaffen” mit mehr als 100 Mitgliedern aus aller Welt gegründet. Die Gruppe soll Teil der sogenannten “Feuerkrieg Division” sein, eines weltweiten Netzwerks von jugendlichen Neonazis.

Lukas F. baute Bomben

Ermittler sollen das Netzwerk seit mehr als einem Jahr beobachtet haben. Laut dem Bericht wurden in den Chats Todeslisten, Morddrohungen gegen Politiker und Journalisten sowie Anleitungen zum Bombenbau und zur Herstellung von Waffenteilen mit einem 3-D-Drucker gefunden.

Auch Lukas F. baute zwei Bomben aus Chemikalien, die er online bestellt haben soll. Einen Test einer Bombe auf einem verfallenen Kasernengelände in der Nähe von Potsdam filmte er mit seinem Handy. Die Videos veröffentlichte der damals 16-Jährige in der Telegram-Gruppe.

Im Sommer 2021 durchsuchten Polizeibeamte die Wohnung seiner Familie, bei der er weiterhin wohnte. Sie beschlagnahmten den Laptop, sein Handy, eine NSDAP-Flagge und Chemikalien. Lukas F. nahmen sie mit aufs Revier und ließen ihn nach der Befragung wieder frei. Anfang Juni 2022 verhaftete dann ein Sondereinsatzkommando der Polizei den 17-Jährigen in der Wohnung seiner Familie. Er sitzt nun in einem Gefängnis in Märkisch-Oderland.

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