Bericht: Belarus soll hinter Zwangslandung von Ryanair-Flug stecken

Schwere Vorwürfe gegen Belarus: Das Land soll mit der erzwungenen Landung im Mai 2021 einen “illegalen Eingriff” in die Luftfahrt verübt haben.

Die angebliche Bombendrohung, wegen der Ryanair-Flug FR4978 zur Landung in Minsk gezwungen worden war, sei “absichtlich falsch” gewesen und habe die Sicherheit des Flugzeugs “gefährdet”, erklärte die Icao. Die Drohung sei der Flugbesatzung “auf Anordnungen ranghoher Regierungsvertreter von Belarus” übermittelt worden.

Die Behörden im autoritär regierten Belarus hatten am 23. Mai 2021 eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von der griechischen Hauptstadt Athen in die litauische Hauptstadt Vilnius unter dem Vorwand einer Bombendrohung und mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen. Dort wurden der in Polen und Litauen im Exil lebende Oppositionelle Roman Protassewitsch und seine aus Russland stammende Freundin Sofia Sapega festgenommen.

Bericht wird an UN-Generalsekretär übergeben

Das Vorgehen hatte international scharfe Kritik an Belarus ausgelöst. Die EU-Mitglieder und andere westliche Staaten wie die USA reagierten mit Sanktionen gegen das Land.

Die Untersuchung der Icao zu der erzwungenen Notlandung wurde mehrfach verlängert, um noch fehlende Elemente zusammenzutragen. Die Organisation wertete zuletzt nach eigenen Angaben unter anderem Aufnahmen des Fluglotsen in Minsk aus, der für den Flug zuständig war.

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