Ausflugsboot vor Japan gekentert: Vier Menschen gefunden

Tokio (dpa) – Einen Tag nach dem Kentern eines Ausflugsboots vor Nordjapan hat die Küstenwache vier Menschen aus dem eiskalten Meer geborgen.

Wie lokale Medien am Sonntag berichteten, wurden sie am frühen Morgen (Ortszeit) bewusstlos vor der Küste der nordjapanischen Halbinsel Shiretoko im Wasser entdeckt. Von den übrigen 22 Menschen an Bord und dem Ausflugsboot selbst fehlte weiter jede Spur. Die Einsatzkräfte hätten aus der Luft und mit Booten die ganze Nacht durch nach Überlebenden gesucht, hieß es. Die Wassertemperatur an der Meeresoberfläche betrug nur zwei bis drei Grad. Die “KAZU I” hatte am Vortag gegen Mittag einen Notruf abgesetzt, es habe Leck geschlagen.

Kurz darauf meldete die Besatzung, dass das Boot starke Schlagseite habe, bevor der Kontakt schließlich abbrach. An Bord befanden sich neben zwei Mann Besatzung 22 erwachsene Passagiere sowie zwei Kinder. Die Halbinsel im Nordosten Hokkaidos, Japans nördlichster Hauptinsel, ist wegen ihres Treibeises ein beliebtes Ausflugsziel und seit 2005 Weltnaturerbe. Sie ist Heimat vieler seltener Tierarten und Pflanzen.

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